Das Prüfergebnis im Überblick
- Auf der GGL-Whitelistomaze.de – länderübergreifend. [Quelle]
- Keine BaFin-WarnungIn 2.662 BaFin-Meldungen seit 2018 kein Treffer zum Namen. [Quelle]
Ist Omaze seriös?
Aus Sicht der Register spricht nichts gegen Omaze: Die Erlaubnis für Deutschland ist vorhanden.
Seriös heißt hier: beaufsichtigt, mit festen Regeln für Geldverwahrung, Werbung und Beschwerden. Wie gut der Service im Alltag ist, ist eine andere Frage – dazu mehr im Abschnitt Erfahrungen.
Hat Omaze eine Erlaubnis?
Ja – bundesweit.
omaze.de: Soziallotterien, Betreiber DoGood gGmbH, Vertriebsgebiet länderübergreifend, zuständig: Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL). [Quelle]
omaze.de: Gewerbliche Spielvermittlung, Betreiber Lybellum GmbH, Vertriebsgebiet bundesweit, zuständig: Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL). [Quelle]
Erfahrungen mit Omaze – die Faktenlage
Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Omaze dokumentiert haben: keine BaFin-Warnungen.
Eine Warnung der BaFin gegen Omaze haben wir in den 2.662 Meldungen seit 2018 nicht gefunden. [Quelle]
Bei Lotterien lohnt ein Blick auf: tatsächliche Gewinnchancen, Laufzeit und Kündigung von Abos, und wohin der Spendenanteil fließt.
Omaze: Betrug oder seriös?
Nein, nach Registerlage nicht: Omaze ist ein zugelassener Anbieter. Offizielle Warnungen gegen das Unternehmen liegen nicht vor.
Wer betreibt omaze.de und ist das Unternehmen in Deutschland reguliert?
Hinter omaze.de stehen zwei Gesellschaften: Die DoGood gGmbH veranstaltet die Soziallotterien, die Lybellum GmbH übernimmt die gewerbliche Spielvermittlung. Beide sind auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) gelistet, also länderübergreifend beziehungsweise bundesweit erlaubt.
Laut Anbieter-Angaben erhielt die DoGood gGmbH am 7. März 2025 die Genehmigung als Soziallotterie, die Lybellum GmbH seit dem 31. März 2025 die Erlaubnis zur Durchführung und Vermittlung. International reicht die Unternehmensgeschichte weiter zurück: Omaze wurde 2012 in den USA gegründet, verlegte den Hauptsitz später nach London und pausierte das US-Geschäft, bevor 2025 der Start in Deutschland folgte.
Die Whitelist-Aufnahme basiert auf § 9 Abs. 8 Glücksspielstaatsvertrag 2021: Die GGL veröffentlicht dort Veranstalter und Vermittler, die über eine gültige Erlaubnis verfügen. Für Nutzer bedeutet das: Das Angebot unter omaze.de unterliegt in Deutschland einer behördlichen Aufsicht, unabhängig von der internationalen Unternehmensgeschichte.
Wie funktioniert das Geschäftsmodell von Omaze – Soziallotterie oder Gewinnspiel?
Omaze verbindet ein Lotterie-Gewinnspiel mit einem Spendenmodell. Teilnehmende können an Verlosungen von Häusern, Autos, Reisen oder Geldbeträgen teilnehmen, wobei ein Teil der Einnahmen an gemeinnützige Organisationen fließt.
Eine kostenlose Teilnahme ist grundsätzlich möglich, in der Praxis kaufen die meisten Teilnehmenden jedoch Lose gegen eine Spende. Rechtlich ist Omaze damit als Soziallotterie eingeordnet und unterliegt laut eigenen Angaben den Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags 2021, wonach mindestens 30 Prozent des Reinerlöses gemeinnützigen Zwecken zugutekommen müssen und maximal 50 Prozent als Gewinn ausgeschüttet werden dürfen.
Wichtig für die Einordnung: Omaze selbst tritt als gewinnorientiertes Unternehmen auf, der Spendenanteil ist ein Teil des Geschäftsmodells, kein karitativer Selbstzweck. Wer teilnimmt, kann zwischen Einmalkauf und Abonnement wählen – die Auswahl wird vor Bestellabschluss angezeigt, die Bestellhistorie ist im Kundenkonto einsehbar.
Was kostet die Teilnahme bei Omaze – Preise, Lose und Abo im Überblick?
Die Teilnahme beginnt in der Regel mit Paketen ab 10 Euro. Omaze staffelt die Preise so, dass die Kosten pro Los sinken, je mehr Lose gekauft werden.
Neben dem Einmalkauf bietet Omaze ein optionales Monatsabonnement an, bei dem sich der Los-Kauf automatisch wiederholt. Vor Abschluss der Bestellung wird klar angezeigt, ob es sich um einen Einmalkauf oder ein Abo handelt.
Ein Vergleichswert aus dem Wettbewerbsumfeld: Bei der Traumhausverlosung liegt ein monatlicher Abo-Beitrag beispielsweise bei 15 Euro. Genaue, aktuelle Preise für einzelne Omaze-Verlosungen sollten direkt auf omaze.de geprüft werden, da sich Losgrößen und Staffelpreise je nach Verlosung unterscheiden können. Wer sich zur Teilnahme entscheidet, sollte vorab ein festes Budget setzen, da Los-Käufe eine Glücksspielausgabe ohne Gewinngarantie sind.
- Einstiegspreis: ab 10 € pro Los-Paket
- Preisstaffelung: mehr Lose senken den Preis pro Los
- Zahlungsmodelle: Einmalkauf oder Monatsabo, frei wählbar
- Übersicht: Bestellhistorie jederzeit im Kundenkonto einsehbar
Wie kündigt man das Omaze-Abo?
Das Omaze-Los-Abo wird direkt im eigenen Kundenkonto gekündigt, laut finanda.de über ein entsprechendes Feld im Login-Bereich. Es verlängert sich automatisch am 1. jedes Kalendermonats, der Betrag wird dabei sofort fällig.
Für eine wirksame Kündigung zum jeweiligen Monatsende gilt eine Frist von 3 Kalendertagen. Wird später gekündigt, bucht Omaze laut derselben Quelle den Folgemonat noch ab. Bereits erworbene Lose bleiben davon unberührt und nehmen regulär an den Ziehungen teil.
Kommt es trotz erfolgter Kündigung zu weiteren Abbuchungen, lässt sich eine SEPA-Lastschrift laut finanda.de innerhalb von 8 Wochen ohne Angabe von Gründen bei der eigenen Bank zurückbuchen.
Wer sich unsicher ist, ob ein Abo besteht oder wann die nächste Abbuchung erfolgt, sollte die Bestellhistorie im Kundenkonto prüfen – laut Trustpilot-Antworten des Unternehmens wird dort auch die Wahl zwischen Einmalkauf und Abonnement vor Bestellabschluss angezeigt.
Bei anhaltenden Problemen mit Abbuchungen empfiehlt sich zusätzlich der direkte Kontakt zur eigenen Bank sowie – bei Kontrollverlust über das eigene Spielverhalten – die Beratung über check-dein-spiel.de oder die Hotline 0800 1 37 27 00.
Wie hoch sind die Gewinnchancen bei Omaze?
Die Gewinnchancen bei Omaze sind sehr gering. Laut giga.de bezifferte Omaze die Chance auf ein einzelnes Los bei einer früheren Verlosung auf etwa 1 zu 4,5 Millionen. Je mehr Menschen an einer Ziehung teilnehmen, desto weiter sinkt die individuelle Chance zusätzlich.
Die oft emotionale Werbung des Anbieters – etwa mit Bildern des Traumhauses oder der Gewinner – sollte laut giga.de nicht mit einer realistischen Gewinnaussicht verwechselt werden. Die Wahrscheinlichkeit, den Hauptgewinn zu erzielen, bleibt verschwindend gering, unabhängig davon, wie viele Lose gekauft werden.
Ein Kauf zusätzlicher Lose erhöht die eigene Chance nur geringfügig, da die Gesamtzahl der ausgegebenen Lose je Verlosung meist sehr hoch ist. Wer teilnimmt, sollte dies eher als Unterstützung eines gemeinnützigen Zwecks mit Gewinnmöglichkeit betrachten als als Weg zu einem wahrscheinlichen Gewinn.
Bei Sorge um das eigene Spielverhalten oder Verlustrisiken bietet check-dein-spiel.de sowie die Hotline 0800 1 37 27 00 kostenlose und anonyme Beratung.
Wie viel Geld geht bei Omaze an gemeinnützige Organisationen?
Ein Teil der Einnahmen aus den Losverkäufen fließt an gemeinnützige Partnerorganisationen, den genauen Anteil kommuniziert Omaze nicht einheitlich öffentlich. Laut einem Bericht des Nordkurier (August 2025), der sich auf Aussagen eines Omaze-Mitarbeiters stützt, liegt der Spendenanteil bei rund 20 Prozent – ein Punkt, den Kritiker als vergleichsweise niedrig bewerten.
Der Mitarbeiter begründete dies gegenüber der Zeitung damit, dass Omaze ein kommerzielles Unternehmen sei und Teilnehmende vor allem wegen der Gewinnchance mitmachten, die Spende aber ein zusätzlicher positiver Effekt sei, den es sonst nicht gäbe.
Laut Wikipedia-Eintrag zu Omaze garantiert das Unternehmen den Wohltätigkeitsorganisationen in Deutschland einen Mindestbetrag von 500.000 € je Kampagne. Zu den genannten Partnerorganisationen zählen laut omazewin.de unter anderem die SOS-Kinderdörfer, die Deutsche Krebshilfe und die Stiftung KinderHerz. Beim ersten deutschen Hausgewinn 2025 ging laut Nordkurier eine Spende in Höhe von einer Million Euro an die SOS-Kinderdörfer weltweit.
Wie sich der Reinerlös einer einzelnen Kampagne konkret zwischen Spende, Gewinn und Betriebskosten aufteilt, ist öffentlich nicht im Detail einsehbar.
Welche Gewinne wurden bei Omaze in Deutschland bereits vergeben?
Bei Omaze wurden in Deutschland bereits mehrere hochpreisige Immobilien verlost. Der erste deutsche Hausgewinn ging an eine Villa am Plauer See in Alt Schwerin (Mecklenburgische Seenplatte), die an ein Paar aus der Nähe von Berlin fiel. Laut Nordkurier wurde damit zugleich eine Spende in Höhe von einer Million Euro an die SOS-Kinderdörfer weltweit verbunden.
Weitere Gewinne betrafen ein Paar aus Bochum, das laut Presseportal-Meldung eine Landhaus-Villa in Oberbayern im Wert von rund 2,7 Millionen Euro inklusive 100.000 Euro Bargeld gewann. Dieses Paar verkaufte die Immobilie später laut Berliner Kurier wieder. Auch ein junger Bank-Azubi gewann laut einem Pressebericht mit einem 25-Euro-Ticket eine Villa in Icking im Wert von rund 2,8 Millionen Euro plus 100.000 Euro Bargeld. Zudem berichtete der Berliner Kurier von einem Dachdecker aus Bayern, der ein Penthouse in Berlin im Wert von 2,8 Millionen Euro gewann.
Die Beispiele zeigen: Gewinne werden tatsächlich ausgezahlt beziehungsweise übergeben. Ob Gewinner die Immobilien selbst nutzen oder verkaufen, bleibt ihnen überlassen.
Was sagen Presseberichte und Verbraucherzentralen zu Omaze?
Presse und Verbraucherzentralen bewerten Omaze überwiegend nüchtern, mit Blick auf Chancen und Risiken. Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern erklärte laut Nordkurier, es gebe "keine rechtlichen Auffälligkeiten, die derzeit einen begründeten Anlass zur Warnung vor dem Anbieter Omaze bieten würden", wolle die Entwicklung aber weiter beobachten. Gleichzeitig verweist sie auf eine potenzielle Suchtgefahr, wie bei jedem Glücksspiel, und warnt vor dem Risiko hoher Verluste bis hin zur Verschuldung.
Die Verbraucherzentrale Bayern bestätigte laut BR24 im Januar 2026, dass der Anbieter staatlich zugelassen und seriös ist, wies zugleich aber auf Verlustrisiken und Suchtgefahr hin.
Kritisch äußerten sich Medien zum Spendenanteil von laut Nordkurier 20 Prozent sowie zur Transparenz des Geschäftsmodells. Die Abendzeitung München thematisierte im Juni 2026, dass nicht alle Gewinner ihre Traumhäuser tatsächlich beziehen, sondern manche sie – wie das Bochumer Paar – wieder verkaufen.
Wer sich durch Glücksspiel belastet fühlt, findet Unterstützung unter check-dein-spiel.de oder telefonisch unter 0800 1 37 27 00.
Vor- und Nachteile von Omaze
Auf Basis der recherchierten Fakten lassen sich folgende Punkte festhalten:
Vorteile
Nachteile
- Anbieter stehen auf der GGL-Whitelist, das Angebot ist damit in Deutschland reguliert
- Verbraucherzentralen Bayern und Mecklenburg-Vorpommern sehen aktuell keinen begründeten Anlass zur Warnung
- Ein Teil der Einnahmen fließt an gemeinnützige Organisationen, in Deutschland garantiert laut Wikipedia mindestens 500.000 Euro
- Teilnahme ist grundsätzlich auch kostenlos möglich, kostenpflichtige Lose beginnen laut Anbieterangaben ab 10 Euro
- Bereits mehrere dokumentierte Gewinnübergaben in Deutschland
- Gewinnchance auf den Hauptpreis ist laut giga.de verschwindend gering, bei früheren Verlosungen rund 1 zu 4,5 Millionen pro Los
- Kritik an Transparenz und an der Höhe des Spendenanteils, laut Nordkurier rund 20 Prozent
- Abo verlängert sich automatisch monatlich, Kündigung erfordert aktives Handeln im Kundenkonto
- Verbraucherzentralen weisen auf Sucht- und Verschuldungsrisiko hin, wie bei anderen Glücksspielformen
- Zunehmend Nachahmer- und Phishing-Seiten unter ähnlichem Namen im Umlauf
Häufige Fragen zu Omaze
Ist Omaze seriös?
Aus Sicht der Register spricht nichts gegen Omaze: Die Erlaubnis für Deutschland ist vorhanden.
Ist Omaze Betrug?
Nein, nach Registerlage nicht: Omaze ist ein zugelassener Anbieter. Offizielle Warnungen gegen das Unternehmen liegen nicht vor.
Ist Omaze legal?
Ja – bundesweit.
Wer steckt hinter Omaze?
Laut GGL-Whitelist die DoGood gGmbH.
Welche Erfahrungen gibt es mit Omaze?
Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Omaze dokumentiert haben: keine BaFin-Warnungen.
Wo kann ich mich über Omaze beschweren?
Bei der GGL bzw. der Glücksspielaufsicht des Landes; bei Abo-Problemen bei der Verbraucherzentrale.
Wie kann ich das Omaze-Abo kündigen?
Die Kündigung erfolgt im eigenen Omaze-Konto über die entsprechende Funktion zum Abo-Ende. Es gilt eine Frist von 3 Kalendertagen zum Monatsende – kündigen Sie später, wird der nächste Monat noch abgebucht, laut bereits gesammelte Lose bleiben dabei aber gültig und nehmen an der Ziehung teil.
Was passiert, wenn Omaze trotz Kündigung weiter Geld abbucht?
In diesem Fall kann eine SEPA-Lastschrift laut Verbraucherportal innerhalb von 8 Wochen ohne Angabe von Gründen über die eigene Bank zurückgebucht werden.
Wie hoch ist die Gewinnchance bei Omaze?
Bei einer früheren Verlosung bezifferte Omaze die Chance auf ein einzelnes Los laut giga.de auf rund 1 zu 4,5 Millionen. Je mehr Menschen teilnehmen, desto geringer wird die individuelle Gewinnchance.
Wie viel des eingesetzten Geldes geht bei Omaze an wohltätige Zwecke?
Ein Mitarbeiter von Omaze nannte gegenüber dem Nordkurier einen Spendenanteil von 20 Prozent als Kritikpunkt. Nach Angaben zum Glücksspielstaatsvertrag 2021 müssen mindestens 30 Prozent des Reinerlöses gemeinnützigen Zwecken zugutekommen, in Deutschland garantiert Omaze laut Wikipedia zudem einen Mindestbetrag von 500.000 € an die Partnerorganisationen.
Was passiert mit den verlosten Häusern nach dem Gewinn?
Berichten von Abendzeitung München und Berliner Kurier zufolge ziehen nicht alle Gewinner in die gewonnene Immobilie ein. So verkaufte ein Gewinner-Paar aus Bochum sein gewonnenes Landhaus in Oberbayern kurze Zeit später wieder.
Quellen
- GGL – Übersicht erlaubter Anbieter (Whitelist), Stand 25.09.2026
- BaFin – Verbrauchermitteilungen zu unerlaubten Geschäften (2.662 Meldungen seit 08/2018 ausgewertet)
- Recherche: finanda.de
- Recherche: giga.de
- Recherche: nordkurier.de
- Recherche: en.wikipedia.org
- Recherche: abendzeitung-muenchen.de
- Recherche: berliner-kurier.de





