AchtungFalleLizenz-Check · Register · Warnungen

Bitstamp ist über die Bitstamp Europe S.A. im MiCA-Register der ESMA als Krypto-Dienstleister zugelassen – seit 15.05.2025, beaufsichtigt von der CSSF (Luxemburg) und mit Gültigkeit für Deutschland. Die BaFin warnt allerdings vor Betrügern, die den Namen missbrauchen.

Geprüft am 25.09.2026 Register: MiCA · BaFin So prüfen wir

Das Prüfergebnis im Überblick

  • MiCA-Zulassung mit Gültigkeit für DeutschlandBitstamp Europe S.A., zugelassen am 15.05.2025 durch die CSSF (Luxemburg). [Quelle]
  • Fake-Seiten unter falschem NamenDie BaFin warnt 1× vor Betrügern, die sich als Bitstamp ausgeben. [Quelle]

Ist Bitstamp ein seriöser Anbieter?

Nach Registerlage ja: Bitstamp hat die in Deutschland nötige Erlaubnis und wird von einer Aufsichtsbehörde kontrolliert.

Eine Erlaubnis bedeutet: Die Behörde hat Eigentümer, Geschäftsleitung, Kapital und Organisation geprüft und überwacht den Anbieter laufend. Sie sagt nichts darüber, ob Gebühren, Kundenservice oder Produkte zu Ihnen passen.

Hat Bitstamp eine Lizenz in Deutschland?

Ja. Wir haben beide maßgeblichen Register abgefragt: ESMA (MiCA) und BaFin.

Im MiCA-Register ist die Bitstamp Europe S.A. (Luxemburg) eingetragen – zugelassen am 15.05.2025 durch die CSSF (Luxemburg). Die Zulassung umfasst: Verwahrung und Verwaltung von Kryptowerten, Betrieb einer Handelsplattform, Tausch von Kryptowerten gegen Geld, Tausch von Kryptowerten gegen andere Kryptowerte. Per EU-Pass gilt sie in 30 Staaten, darunter Deutschland. [Quelle]

Erfahrungen mit Bitstamp – die Faktenlage

Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Bitstamp dokumentiert haben: 1 BaFin-Meldung(en).

Eine Warnung der BaFin gegen Bitstamp haben wir in den 2.662 Meldungen seit 2018 nicht gefunden. Die Treffer zum Namen betreffen ausschließlich Betrüger, die sich als der Anbieter ausgeben. [Quelle]

Achten Sie bei Erfahrungsberichten auf Auszahlungsdauer, Gebühren beim Verkauf, Erreichbarkeit des Supports und ob Kryptowerte auf eine eigene Wallet übertragbar sind.

Ist Bitstamp Betrug?

Nein, nach Registerlage nicht: Bitstamp ist ein zugelassener Anbieter. Betrug gibt es aber im Namen von Bitstamp – die BaFin warnt vor gefälschten Seiten und Nachrichten.

Wenn Sie Geld an eine unerlaubte Plattform überwiesen haben: Zahlung sofort bei der Bank reklamieren, Anzeige bei der Polizei erstatten, keine weiteren „Gebühren“ für eine angebliche Auszahlung zahlen und sich vor „Recovery“-Firmen hüten, die gegen Vorkasse Geld zurückholen wollen. [Quelle]

Wie sicher ist mein Geld bei Bitstamp?

Kryptowerte müssen nach MiCA getrennt vom Vermögen des Anbieters verwahrt werden. Eine staatliche Entschädigung wie bei Bankeinlagen gibt es für Krypto aber nicht.

Die Zulassung verpflichtet den Anbieter, Kundenbestände eindeutig zuzuordnen und bei einer Insolvenz herauszugeben. [Quelle]

Was Sie haltenSchutzGrundlage
KryptowerteGetrennte Verwahrung vom Firmenvermögen vorgeschriebenMiCA Art. 75
KursverlusteKein Schutz – Marktrisiko trägt der Anleger–

Achtung Fake: So erkennen Sie falsche Bitstamp-Seiten

Die BaFin hat 1× vor Betrügern gewarnt, die sich als Bitstamp ausgeben.

08.12.2025: Bitstamp: BaFin warnt vor Identitätsdiebstahl in Telegram-Gruppen [Quelle]

Seit wann gibt es Bitstamp und wem gehört die Plattform heute?

Bitstamp wurde 2011 in Slowenien von Nejc Kodrič und Damijan Merlak gegründet und zählt zu den am längsten durchgehend betriebenen Kryptobörsen weltweit. Geschäftssitz ist heute Luxemburg, mit weiteren Standorten in Großbritannien, Slowenien, Singapur und den USA.

Im Juni 2025 schloss Robinhood Markets die Übernahme von Bitstamp für rund 200 Millionen US-Dollar ab. Seitdem firmiert das Unternehmen als Bitstamp Holdings N.V., eine Tochtergesellschaft von Robinhood, und tritt teils als „Bitstamp by Robinhood“ auf. Für den EU-Raum ist die Gesellschaft Bitstamp Europe S.A. mit Sitz in Luxemburg zuständig, die auch die MiCA-Zulassung hält.

Was kostet der Handel bei Bitstamp? (Gebühren, Ein- und Auszahlung)

Bitstamp arbeitet im Spot-Handel mit einem Maker-Taker-Modell: Laut Anbieter liegen die Gebühren je nach 30-Tage-Handelsvolumen zwischen 0,00 % und 0,30 % (Maker) sowie 0,03 % und 0,40 % (Taker); unter 1.000 US-Dollar Volumen fällt laut Anbieter keine Gebühr an.

Für Ein- und Auszahlungen gilt: SEPA-Einzahlungen sind kostenlos, bei SEPA-Auszahlungen nennen Vergleichsportale unterschiedliche Beträge (0,90 € bzw. 3,00 €) – ein einheitlicher Wert ließ sich nicht bestätigen. Kreditkarteneinzahlungen kosten laut Anbieter 5 % Gebühr. Krypto-Ein- und -Auszahlungen sind bis auf die jeweilige Netzwerkgebühr kostenfrei, die je nach Coin und Netzwerk stark variieren kann.

Wie viele Kryptowerte kann man bei Bitstamp handeln – und gibt es einen Sparplan?

Bei Bitstamp lassen sich laut Presseberichten und Anbieterangaben zwischen 85 und rund 89 Kryptowerte handeln, darunter Bitcoin, Ether, Solana, XRP, Cardano, Avalanche und Dogecoin. Aktien, ETFs oder klassische Wertpapiere, Hebelzertifikate und CFDs auf Bitcoin gehören nicht zum Angebot.

Einen klassischen automatisierten Krypto-Sparplan, wie ihn etwa Bitpanda, Bitvavo oder Bison anbieten, führt Bitstamp nach aktueller Recherche nicht – einschlägige deutschsprachige Sparplan-Vergleiche listen Bitstamp dort nicht auf. Wer regelmäßig in kleinen Beträgen investieren möchte, ist auf manuelle Einzelkäufe angewiesen, nicht auf eine automatisierte Sparfunktion.

Wie sicher ist Bitstamp? (Hack 2015, Verwahrung, aktuelle Betrugswarnung)

Bitstamp wurde 2015 Opfer eines Hackerangriffs, bei dem nach damaligen Angaben weniger als 19.000 BTC gestohlen wurden. Betroffen war nur ein Teil der Bestände, da 85 bis 90 Prozent der Bitcoins zu diesem Zeitpunkt in vom Internet getrennten Cold Wallets lagen. Der Betrieb wurde nach wenigen Tagen mit neuer Hardware wieder aufgenommen. Seitdem sind laut Recherche keine weiteren gravierenden Sicherheitsvorfälle bekannt geworden.

Aktuell warnt die BaFin nicht vor Bitstamp selbst, sondern vor Betrügern: Am 08.12.2025 wies sie auf Identitätsdiebstahl in Telegram-Gruppen hin, bei dem sich Kriminelle als Bitstamp ausgeben. Prüfen Sie deshalb immer, ob Sie sich auf der echten Domain bitstamp.net befinden.

Vor- und Nachteile von Bitstamp

Bitstamp verfügt seit Mai 2025 über eine MiCA-Zulassung der luxemburgischen Aufsicht CSSF, die den Betrieb in der gesamten EU inklusive Deutschland erlaubt. Als eine der am längsten bestehenden Krypto-Börsen weltweit gehört das Unternehmen inzwischen zu Robinhood, das die Übernahme im Juni 2025 für rund 200 Millionen US-Dollar abgeschlossen hat.

  • Vorteil: MiCA-Lizenz mit Gültigkeit für Deutschland und weitere EU-Staaten
  • Vorteil: lange Marktpräsenz seit 2011, kein bekannter Sicherheitsvorfall seit 2015
  • Nachteil: laut Quellen widersprüchliche Angaben zu Gebühren und Mindesteinlage
  • Nachteil: keine Aktien, ETFs oder CFDs handelbar
  • Nachteil: aktuelle Betrugsmasche mit gefälschten Bitstamp-Auftritten in Telegram

Für wen eignet sich Bitstamp – und für wen nicht?

Bitstamp eignet sich für Anlegerinnen und Anleger, die eine regulierte, langjährig etablierte Handelsplattform für Kryptowerte wie Bitcoin, Ether oder Solana suchen und Wert auf eine MiCA-Zulassung für Deutschland legen. Auch wer institutionell handelt, findet bei Bitstamp laut Anbieterangaben ein entsprechendes Angebot mit mehreren tausend institutionellen Kunden.

Weniger geeignet ist die Plattform für Personen, die klassische Sparpläne für den regelmäßigen, automatisierten Krypto-Kauf nutzen möchten – ein solches Produkt wurde in der Recherche bei Bitstamp nicht gefunden, anders als bei einigen Mitbewerbern. Auch wer neben Kryptowerten Aktien, ETFs oder Derivate wie CFDs handeln will, muss auf andere Anbieter ausweichen.

Häufige Fragen zu Bitstamp

Ist Bitstamp seriös?

Nach Registerlage ja: Bitstamp hat die in Deutschland nötige Erlaubnis und wird von einer Aufsichtsbehörde kontrolliert.

Ist Bitstamp Betrug?

Nein, nach Registerlage nicht: Bitstamp ist ein zugelassener Anbieter. Betrug gibt es aber im Namen von Bitstamp – die BaFin warnt vor gefälschten Seiten und Nachrichten.

Hat Bitstamp eine BaFin-Lizenz?

Die Zulassung stammt von der CSSF (Luxemburg) und gilt per EU-Pass auch in Deutschland.

Wer beaufsichtigt Bitstamp?

CSSF (Luxemburg) (MiCA-Zulassung).

Ist Bitstamp MiCA-reguliert?

Ja, seit 15.05.2025 über die Bitstamp Europe S.A..

Welche Erfahrungen gibt es mit Bitstamp?

Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Bitstamp dokumentiert haben: 1 BaFin-Meldung(en).

Wo kann ich mich über Bitstamp beschweren?

Bei beaufsichtigten Finanzunternehmen über das Beschwerdeformular der BaFin, bei unerlaubten Plattformen zusätzlich bei der Polizei.

Wem gehört Bitstamp?

Bitstamp ist eine Tochtergesellschaft von Robinhood Markets. Robinhood hat die Übernahme im Juni 2025 für rund 200 Millionen US-Dollar in bar abgeschlossen. Das Unternehmen firmiert laut Anbieter heute als Bitstamp Holdings N.V.

Wie hoch sind die Handelsgebühren bei Bitstamp?

Bitstamp arbeitet nach dem Maker-/Taker-Modell mit gestaffelten, volumenabhängigen Sätzen: laut Anbieter bis zu 0,30 % Maker- und 0,40 % Taker-Gebühr, die mit steigendem 30-Tage-Handelsvolumen sinken. Bei Kreditkarten-Einzahlungen fällt zusätzlich eine Gebühr von 5 % an, SEPA-Einzahlungen sind kostenlos. Zu SEPA-Auszahlungsgebühren gibt es unterschiedliche Angaben im Netz, weshalb Sie diese vorab in der aktuellen Gebührentabelle des Anbieters prüfen sollten.

Welche Kryptowährungen kann man bei Bitstamp handeln?

Laut Presseberichten zur Robinhood-Übernahme (2025) waren über 85 Kryptowerte handelbar, ein Vergleichsportal nennt für 2026 rund 89 Vermögenswerte, darunter Bitcoin, Ether, Solana, XRP, Cardano, Avalanche und Dogecoin. Aktien, ETFs oder klassische Wertpapiere bietet Bitstamp nicht an.

Gibt es bei Bitstamp einen Krypto-Sparplan?

In der Recherche fanden sich keine Belege für einen klassischen automatisierten Sparplan bei Bitstamp, wie ihn andere Anbieter führen. Gängige deutschsprachige Sparplan-Vergleiche listen Bitstamp entsprechend nicht.

Wurde Bitstamp schon einmal gehackt?

Ja, im Januar 2015 wurde Bitstamp Ziel eines Hackerangriffs, bei dem nach Anbieterangaben weniger als 19.000 BTC gestohlen wurden. Rund 85 bis 90 Prozent der Bestände waren nicht betroffen, da sie in offline gelagerten Cold Wallets lagen; der Betrieb wurde wenige Tage später wieder aufgenommen. Seit diesem Vorfall wurden laut Recherche keine weiteren gravierenden Sicherheitsvorfälle bekannt.

Quellen

  1. ESMA – Interim MiCA Register (zugelassene Krypto-Dienstleister, CASPS.csv)
  2. BaFin – Verbrauchermitteilungen zu unerlaubten Geschäften (2.662 Meldungen seit 08/2018 ausgewertet)
  3. Polizeiliche Kriminalprävention – Cybertrading-Betrug
  4. Verordnung (EU) 2023/1114 (MiCA), Art. 75 – Verwahrung von Kryptowerten
  5. BaFin – Beschwerde über ein Unternehmen einreichen
  6. BaFin, 08.12.2025: Bitstamp: BaFin warnt vor Identitätsdiebstahl in Telegram-Gruppen
  7. Recherche: cnbc.com
  8. Recherche: finanznachrichten.de
  9. Recherche: analyse-trading.com
  10. Recherche: kryptolotse.de
  11. Recherche: coincierge.de
  12. Recherche: kagels-trading.de
  13. Recherche: brokervergleich.net
  14. Recherche: theblock.co
  15. Recherche: etfs.de
  16. Recherche: handelsblatt.com
  17. Recherche: bitcoin-2go.de
  18. Recherche: thehackernews.com