Das Prüfergebnis im Überblick
- Keine MiCA-Zulassung gefundenIm MiCA-Register der ESMA ist kein Eintrag verzeichnet. [Quelle]
- Keine BaFin-WarnungIn 2.662 BaFin-Meldungen seit 2018 kein Treffer zum Namen. [Quelle]
Ist Coinpanion seriös?
Das lässt sich nicht eindeutig mit Ja beantworten: Keine MiCA-Zulassung gefunden. Ggf. Wertpapierfirma/Bank (MiFID/KWG) → BaFin-Unternehmensdatenbank prüfen.
Hat Coinpanion eine Lizenz in Deutschland?
Nicht eindeutig. Maßgeblich sind das MiCA-Register der ESMA und die BaFin-Unternehmensdatenbank.
Weder im MiCA-Register der ESMA noch in der BaFin-Unternehmensdatenbank haben wir einen Eintrag zu Coinpanion gefunden (Stand 25.09.2026). [Quelle]
Erfahrungen mit Coinpanion – die Faktenlage
Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Coinpanion dokumentiert haben: keine BaFin-Warnungen.
In allen 2.662 Verbrauchermitteilungen der BaFin zu unerlaubten Geschäften seit August 2018 gibt es keine Warnung gegen Coinpanion selbst. [Quelle]
Achten Sie bei Erfahrungsberichten auf Auszahlungsdauer, Gebühren beim Verkauf, Erreichbarkeit des Supports und ob Kryptowerte auf eine eigene Wallet übertragbar sind.
Betrug bei Coinpanion?
Dafür gibt es keine behördliche Feststellung. Die Registerlage ist aber nicht eindeutig – Keine MiCA-Zulassung gefunden. Ggf. Wertpapierfirma/Bank (MiFID/KWG) → BaFin-Unternehmensdatenbank prüfen.
Wenn Sie Geld an eine unerlaubte Plattform überwiesen haben: Zahlung sofort bei der Bank reklamieren, Anzeige bei der Polizei erstatten, keine weiteren „Gebühren“ für eine angebliche Auszahlung zahlen und sich vor „Recovery“-Firmen hüten, die gegen Vorkasse Geld zurückholen wollen. [Quelle]
Gibt es Coinpanion 2026 noch – was ist mit der Marke passiert?
Nein, Coinpanion existiert als eigenständiges Angebot nicht mehr. Das österreichische Krypto-Start-up ist bereits im Dezember 2023 in der neuen Plattform Altify aufgegangen: Ab dem 13. Dezember 2023 wurden Handel, Ein- und Auszahlungen in der Coinpanion-App abgeschaltet, ab dem 18. Dezember standen alle Funktionen nur noch bei Altify zur Verfügung. Altify selbst führt "Coinpanion" heute nur noch als historische Vorgängermarke. Die Domain coinpanion.com bzw. de.coinpanion.com kann weiterhin aufrufbar sein, ein eigenständiger Geschäftsbetrieb unter diesem Namen findet jedoch seit Ende 2023 nicht mehr statt.
Wie kam es zur Fusion von Coinpanion mit Altify?
Coinpanion schloss sich Ende 2023 mit der südafrikanischen Plattform Revix sowie BitFund zur neuen Gruppe Altify zusammen, mit Hauptsitz in London. Das Coinpanion-Team wurde komplett übernommen und bildet seither die österreichische Niederlassung von Altify. Als CEO übernahm der bisherige Revix-Chef Sean Sanders, Coinpanion-Gründer Alexander Valtingojer blieb als Chief Strategy Officer an Bord. Als Grund nannte Valtingojer schwierige 18 Monate für Coinpanion, unter anderem wegen weltweiter Skandale rund um andere Kryptoanbieter. Laut Altify kommt die neue Gruppe auf rund 80.000 Kunden mit über 250 Millionen US-Dollar an Einlagen.
Wie funktionierte Coinpanion früher – Portfolios, Sparpläne und Gebühren?
Kunden konnten aus mehreren automatisierten Krypto-Portfolios wählen, laut Anbieterangaben unter anderem sechs Standardportfolios sowie Themenportfolios wie "DeFi" und "Metaverse". Die Nutzung der Plattform war grundsätzlich kostenlos, für ein Investment in Portfolios fiel laut btc-echo eine fixe Verwaltungsgebühr von 2 Prozent pro Jahr an. Einzahlungen per Banküberweisung waren kostenlos, per Debit- oder Kreditkarte fiel laut kopfinvest.com eine Gebühr von 1,8 Prozent an. Sparpläne waren ab einer Mindestrate von 50 Euro möglich. Ein optionaler Steuerreport kostete laut einem Vergleichsportal 99,99 Euro statt regulär 199,99 Euro.
War eine Auszahlung auf eine eigene Wallet bei Coinpanion möglich?
Nein. Bei Coinpanion war es nicht möglich, gekaufte Kryptowerte auf eine eigene, externe Wallet zu übertragen. Die Coins wurden ausschließlich über Drittanbieter gehandelt und verwahrt, ein Selbstverwahrungs-Export war laut mehreren Quellen technisch nicht vorgesehen.
Das bedeutete: Kundinnen und Kunden waren bei einer Auszahlung auf den Weg über die Plattform beziehungsweise die Partnerbanken angewiesen. Eine direkte Kontrolle über die privaten Schlüssel der Kryptowerte, wie sie bei klassischen Wallets üblich ist, bestand nicht. Dieses Modell ist bei Krypto-Investmentplattformen keine Seltenheit, unterscheidet sich aber deutlich von Krypto-Börsen mit Wallet-Anbindung.
Wie sicher waren die Einlagen bei Coinpanion – welche Rolle spielten die Partnerbanken?
Die Sicherheit der Einlagen hing maßgeblich von den Partnerbanken ab, nicht von Coinpanion selbst. Für den deutschen Markt kooperierte Coinpanion ab Mai 2022 mit dem Bankhaus Scheich, das den Handel abwickelte, und dem Bankhaus von der Heydt, das als Verwahrstelle (Custodian) für Euro- und Kryptoeinlagen sowie als Finanzkommissionär fungierte.
Diese Konstruktion ist inzwischen hinfällig: Das Bankhaus von der Heydt hat seine Banklizenz zurückgegeben, firmiert unter anderem Namen und ist bereits aus dem Einlagensicherungsfonds der Banken ausgeschieden. Ein Trustpilot-Kommentar verweist zudem darauf, dass der Partner die Verträge in Deutschland gekündigt habe. Wie robust solche Bank-Kooperationsmodelle grundsätzlich sind, zeigt der Fall des ähnlich aufgebauten Anbieters Coindex, dessen Partnerbank Sutor allen Kunden kündigte.
Für wen war Coinpanion früher gedacht – und was gilt jetzt für ehemalige Kunden?
Coinpanion richtete sich an Privatanleger, die automatisiert und ohne eigene Krypto-Auswahl in vorgefertigte Portfolios investieren wollten – etwa über Sparpläne ab 50 Euro monatlich. Diese Zielgruppe existiert als Coinpanion-Kundschaft nicht mehr, da die Marke seit Dezember 2023 nicht mehr eigenständig betrieben wird.
Ehemalige Coinpanion-Kunden wurden im Zuge der Fusion technisch zu Altify migriert, einem Unternehmen mit Sitz in London. Wer noch ein altes Coinpanion-Konto besitzt oder Guthaben vermutet, sollte sich direkt an Altify wenden und prüfen, ob und wie ein Zugriff auf verbliebene Werte noch möglich ist. Ein aktueller MiCA-Zulassungsstatus von Altify wurde im Rahmen dieser Prüfung nicht recherchiert.
Häufige Fragen zu Coinpanion
Ist Coinpanion seriös?
Das lässt sich nicht eindeutig mit Ja beantworten: Keine MiCA-Zulassung gefunden. Ggf. Wertpapierfirma/Bank (MiFID/KWG) → BaFin-Unternehmensdatenbank prüfen.
Ist Coinpanion Betrug?
Dafür gibt es keine behördliche Feststellung. Die Registerlage ist aber nicht eindeutig – Keine MiCA-Zulassung gefunden. Ggf. Wertpapierfirma/Bank (MiFID/KWG) → BaFin-Unternehmensdatenbank prüfen.
Hat Coinpanion eine BaFin-Lizenz?
Nein, einen Eintrag haben wir nicht gefunden.
Wer beaufsichtigt Coinpanion?
Nach unserem Registerabgleich keine EU-Aufsicht mit Zulassung für Deutschland.
Welche Erfahrungen gibt es mit Coinpanion?
Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Coinpanion dokumentiert haben: keine BaFin-Warnungen.
Wo kann ich mich über Coinpanion beschweren?
Bei beaufsichtigten Finanzunternehmen über das Beschwerdeformular der BaFin, bei unerlaubten Plattformen zusätzlich bei der Polizei.
Gibt es Coinpanion noch?
Als eigenständiges Angebot nicht mehr. Das Wiener Unternehmen ist im Dezember 2023 mit den Anbietern Revix und BitFund zur neuen Plattform Altify (Hauptsitz London) verschmolzen. Handel, Ein- und Auszahlungen liefen ab dem 18. Dezember 2023 ausschließlich über Altify weiter, die Coinpanion-App wurde eingestellt.
Was ist aus den Coinpanion-Kundengeldern und -Depots geworden?
Nach Angaben des Unternehmens wurden Konten und Bestände im Zuge der Fusion technisch zu Altify übertragen. Die frühere deutsche Partnerbank Bankhaus von der Heydt, die Kryptowerte und Euro-Einlagen verwahrte, hat inzwischen ihre Banklizenz zurückgegeben und firmiert unter anderem Namen.
Wer waren die Gründer von Coinpanion?
Coinpanion wurde 2019 in Wien von Alexander Valtingojer, Matthias Zandanel, Saad J. Wohlgenannt und Aaron Penn gegründet. Nach der Fusion zu Altify blieb Valtingojer als Chief Strategy Officer im Unternehmen, während der bisherige Revix-Chef Sean Sanders die CEO-Rolle übernahm.
Welche Kryptowährungen und Portfolios bot Coinpanion an?
Coinpanion bot laut Anbieter sechs verschiedene Portfolios an, darunter auch Themen-Portfolios wie „DeFi“ und „Metaverse“. Enthalten waren unter anderem Bitcoin, Ethereum, Solana, Cardano und weitere Coins; eine Auszahlung der Kryptowerte auf eine eigene Wallet war jedoch nicht möglich.
Wie hoch waren die Gebühren bei Coinpanion?
Für Investments in die Portfolios fiel laut Anbieter eine jährliche Gebühr von 2 Prozent an, die reine Plattformnutzung war kostenlos. Einzahlungen per Karte kosteten zusätzlich 1,8 Prozent, Banküberweisungen waren gebührenfrei.
Quellen
- ESMA – Interim MiCA Register (zugelassene Krypto-Dienstleister, CASPS.csv)
- BaFin – Verbrauchermitteilungen zu unerlaubten Geschäften (2.662 Meldungen seit 08/2018 ausgewertet)
- Polizeiliche Kriminalprävention – Cybertrading-Betrug
- BaFin – Beschwerde über ein Unternehmen einreichen
- Recherche: derstandard.de
- Recherche: medium.com
- Recherche: altify.app
- Recherche: at.trustpilot.com
- Recherche: handelsblatt.com
- Recherche: brutkasten.com
- Recherche: kopfinvest.com
- Recherche: swz.it
- Recherche: trendingtopics.eu
- Recherche: brutkasten.com
- Recherche: kreditwesen.de
- Recherche: private-banking-magazin.de






