Das Prüfergebnis im Überblick
- MiCA-Zulassung mit Gültigkeit für DeutschlandFirefish Europe s.r.o, zugelassen am 02.01.2026 durch die Nationalbank der Slowakei. [Quelle]
- Keine BaFin-WarnungIn 2.662 BaFin-Meldungen seit 2018 kein Treffer zum Namen. [Quelle]
Wie seriös ist Firefish?
Ja, zumindest formal: Firefish ist bei der zuständigen Behörde registriert und darf sein Angebot in Deutschland machen.
Wichtig zur Einordnung: Eine Lizenz ist die Mindestvoraussetzung, keine Qualitätsgarantie. Sie schützt vor unseriösen Geschäftsmodellen, nicht vor Verlusten oder schlechtem Service.
Hat Firefish eine Lizenz in Deutschland?
Ja. Maßgeblich sind das MiCA-Register der ESMA und die BaFin-Unternehmensdatenbank.
Im MiCA-Register ist die Firefish Europe s.r.o (Slowakei) eingetragen – zugelassen am 02.01.2026 durch die Nationalbank der Slowakei. Die Zulassung umfasst: Verwahrung und Verwaltung von Kryptowerten, Tausch von Kryptowerten gegen Geld, Tausch von Kryptowerten gegen andere Kryptowerte, Transferdienstleistungen. Per EU-Pass gilt sie in 30 Staaten, darunter Deutschland. [Quelle]
Erfahrungen mit Firefish – die Faktenlage
Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Firefish dokumentiert haben: keine BaFin-Warnungen.
Eine Warnung der BaFin gegen Firefish haben wir in den 2.662 Meldungen seit 2018 nicht gefunden. [Quelle]
Achten Sie bei Erfahrungsberichten auf Auszahlungsdauer, Gebühren beim Verkauf, Erreichbarkeit des Supports und ob Kryptowerte auf eine eigene Wallet übertragbar sind.
Betrug bei Firefish?
Nein, nach Registerlage nicht: Firefish ist ein zugelassener Anbieter. Offizielle Warnungen gegen das Unternehmen liegen nicht vor.
Wenn Sie Geld an eine unerlaubte Plattform überwiesen haben: Zahlung sofort bei der Bank reklamieren, Anzeige bei der Polizei erstatten, keine weiteren „Gebühren“ für eine angebliche Auszahlung zahlen und sich vor „Recovery“-Firmen hüten, die gegen Vorkasse Geld zurückholen wollen. [Quelle]
Wie sicher ist mein Geld bei Firefish?
Kryptowerte müssen nach MiCA getrennt vom Vermögen des Anbieters verwahrt werden. Eine staatliche Entschädigung wie bei Bankeinlagen gibt es für Krypto aber nicht.
Die Zulassung verpflichtet den Anbieter, Kundenbestände eindeutig zuzuordnen und bei einer Insolvenz herauszugeben. [Quelle]
| Was Sie halten | Schutz | Grundlage |
|---|---|---|
| Kryptowerte | Getrennte Verwahrung vom Firmenvermögen vorgeschrieben | MiCA Art. 75 |
| Kursverluste | Kein Schutz – Marktrisiko trägt der Anleger | – |
Was ist Firefish und wie funktioniert das Geschäftsmodell?
Firefish ist kein Krypto-Broker und keine Börse, sondern ein Marktplatz für Bitcoin-besicherte P2P-Kredite. Kreditnehmer hinterlegen Bitcoin als Sicherheit und erhalten dafür Fiat-Geld oder USDC von Kreditgebern auf der Plattform.
Firefish selbst verwahrt die Bitcoin-Sicherheit nicht dauerhaft: Sie wird in einem Smart Contract auf der Bitcoin-Blockchain gesperrt, nicht angefasst oder gehandelt. Laut Anbieter können Kreditnehmer Fiat in EUR, CZK, CHF, PLN sowie den Stablecoin USDC (Ethereum) leihen.
Gegründet wurde Firefish 2022 von Martin Matejka und Igor Neumann. Als Sitz werden je nach Quelle Prag (Tschechien) oder Banská Bystrica (Slowakei) genannt. Laut Anbieter (Stand April 2025) wurden über 100 Millionen US-Dollar an Kreditvolumen vermittelt, bei mehr als 10.000 Nutzern. Für die EU-Regulierung ist die Einheit Firefish Europe s.r.o. zuständig.
Welche Gebühren und Zinsen verlangt Firefish?
Firefish erhebt keine klassischen Handelsgebühren, sondern eine Bearbeitungsgebühr für Kreditnehmer. Laut Anbieter beträgt diese 1,5 % p.a. der Kreditsumme und wird automatisch beim Sperren der Bitcoin-Sicherheit abgezogen.
Für Investoren bzw. Kreditgeber fallen laut Anbieter keine Gebühren an. Die Zinssätze bilden sich laut Firefish über Angebot und Nachfrage der Plattformnutzer. Drittquellen nennen Zinsspannen von etwa 5–15 % bzw. 7–13 % p.a. – die genaue Höhe hängt vom jeweiligen Kreditangebot ab.
Zusätzlich trägt der Kreditnehmer anfallende Blockchain-Netzwerkgebühren selbst. Als Mindestinvestition für Kreditgeber wird laut Drittquelle ein Betrag von 800 Euro genannt; Kreditsummen für Privatpersonen sollen laut Drittanbieter-Review zwischen 800 und 150.000 Euro liegen, mit höheren Summen über ein "Firefish Premium"-Angebot.
Wie sicher ist die Bitcoin-Sicherheit bei Firefish?
Die Bitcoin-Sicherheit wird laut Anbieter über einen 3-von-3-Multisig-Vertrag direkt auf der Bitcoin-Blockchain gesperrt, was unautorisierten Zugriff erschweren soll. Firefish selbst hat demnach keinen alleinigen Zugriff auf die hinterlegten Bitcoin.
Der Bitcoin-Preis für Beleihung und Liquidation wird laut Anbieter aus einem gewichteten Index von neun Krypto-Börsen ermittelt, um Preisausschläge einzelner Handelsplätze abzufedern. 2025 veröffentlichte Firefish laut einer Quelle den Quellcode seines Escrow-Protokolls und startete ein Bug-Bounty-Programm, als Reaktion auf Kritik an mangelnder Transparenz.
Eine unabhängige technische Analyse (kein Aufsichtsverfahren) bemängelte unter anderem den browserseitig erzeugten Schlüssel der Kreditnehmer sowie eingeschränkte Möglichkeiten für unabhängige, geblindete Preis-Oracles und empfahl ein unabhängiges Audit. Belegte Hacks, Insolvenzen oder behördliche Sanktionen gegen Firefish waren nicht auffindbar.
Was sind Vor- und Nachteile von Firefish?
Firefish bietet Kreditnehmern eine Möglichkeit, Fiat-Geld oder USDC gegen hinterlegte Bitcoin zu leihen, ohne die Bitcoin zu verkaufen. Positiv: Die Sicherheit liegt in einem 3-von-3-Multisig-Vertrag auf der Bitcoin-Blockchain, Firefish selbst hat laut eigenen Angaben keinen Zugriff darauf. Das Unternehmen verfügt über eine MiCA-Zulassung als Krypto-Dienstleister für Deutschland. 2025 wurde der Quellcode des Escrow-Protokolls veröffentlicht, zusätzlich existiert ein Bug-Bounty-Programm.
Als Nachteile nennt eine unabhängige technische Analyse (zone21.com) den browserseitig erzeugten Schlüssel des Kreditnehmers sowie eine Konstruktion, die unabhängige, "blinde" Preis-Oracles bislang ausschließt – das schränke Privatsphäre und Nachvollziehbarkeit ein. Ein vollständiges externes Audit steht laut dieser Quelle noch aus. Zudem ist derzeit kein Teilabzug von Überschuss-Sicherheit möglich, und eine einmal festgelegte Liquidationsadresse lässt sich nicht mehr ändern.
Für wen eignet sich Firefish – und für wen nicht?
Firefish richtet sich an Personen, die bereits Bitcoin besitzen und liquide Mittel benötigen, ohne ihre Bitcoin zu verkaufen – etwa um steuerliche Haltefristen zu wahren oder von künftigen Kurssteigerungen weiter zu profitieren. Laut Anbieter sind Kreditsummen ab 800 Euro bis 150.000 Euro für Privatpersonen möglich, größere Summen über "Firefish Premium". Auf der Investorenseite eignet sich die Plattform für Anlegerinnen und Anleger, die Fiat- oder USDC-Zinsen gegen Bitcoin-Sicherheiten erzielen möchten und die Rückzahlungsrisiken eines P2P-Kreditmarktplatzes verstehen.
Weniger geeignet ist Firefish für Personen ohne Bitcoin-Bestand, für alle, die eine regulierte Bank- oder Wertpapierdienstleistung mit Einlagensicherung suchen, sowie für Nutzer, denen die technischen Mechanismen von Margin Calls, LTV-Schwellen und automatischer Liquidation nicht vertraut sind. Wer finanzielle Engpässe durch Kredite kompensieren muss, sollte sich vorab beraten lassen, etwa über check-dein-spiel.de oder die Rufnummer 0800 1 37 27 00.
Häufige Fragen zu Firefish
Ist Firefish seriös?
Ja, zumindest formal: Firefish ist bei der zuständigen Behörde registriert und darf sein Angebot in Deutschland machen.
Ist Firefish Betrug?
Nein, nach Registerlage nicht: Firefish ist ein zugelassener Anbieter. Offizielle Warnungen gegen das Unternehmen liegen nicht vor.
Hat Firefish eine BaFin-Lizenz?
Die Zulassung stammt von der Nationalbank der Slowakei und gilt per EU-Pass auch in Deutschland.
Wer beaufsichtigt Firefish?
Nationalbank der Slowakei (MiCA-Zulassung).
Ist Firefish MiCA-reguliert?
Ja, seit 02.01.2026 über die Firefish Europe s.r.o.
Welche Erfahrungen gibt es mit Firefish?
Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Firefish dokumentiert haben: keine BaFin-Warnungen.
Wo kann ich mich über Firefish beschweren?
Bei beaufsichtigten Finanzunternehmen über das Beschwerdeformular der BaFin, bei unerlaubten Plattformen zusätzlich bei der Polizei.
Was ist Firefish und wie funktioniert die Plattform?
Firefish ist kein Krypto-Broker oder Neobank, sondern ein Marktplatz für Bitcoin-besicherte P2P-Kredite. Kreditnehmer hinterlegen Bitcoin als Sicherheit in einem Multisig-Smart-Contract und erhalten dafür Fiat-Geld oder USDC von privaten Kreditgebern, ohne dass Firefish selbst die Sicherheit verwahrt.
Welche Gebühren fallen bei Firefish an?
Kreditnehmer zahlen laut Anbieter eine Bearbeitungsgebühr von 1,5 % (p.a.) der Kreditsumme, die automatisch aus der hinterlegten Bitcoin-Sicherheit abgezogen wird. Für Kreditgeber/Investoren fallen laut Anbieter keine Gebühren an; zusätzlich anfallende Blockchain-Netzwerkgebühren trägt laut btc-echo.de der Kreditnehmer.
Wie hoch sind die Zinsen bei Firefish?
Die Zinssätze bilden sich laut Anbieter marktbasiert durch Angebot und Nachfrage der Nutzer. Laut thecrowdspace.com liegen sie zwischen 5–15 % p.a., laut einemillionsatoshi.de zwischen 7–13 % p.a.
Was passiert, wenn der Bitcoin-Kurs fällt (Liquidation)?
Die maximale anfängliche Beleihung (LTV) liegt laut Anbieter bei 50 %. Bei steigendem LTV erhalten Kreditnehmer laut btc-echo.de Margin Calls bei 80, 85 und 90 % LTV; erreicht der Wert 95 %, wird der Kredit automatisch liquidiert.
Wer steht hinter Firefish und seit wann gibt es den Anbieter?
Firefish wurde 2022 von Martin Matejka und Igor Neumann gegründet, laut dealroom.co und cbinsights.com mit Bezug zu Banská Bystrica (Slowakei), laut zone21.com und crunchbase.com mit Sitz in Prag. Für die EU-Regulierung ist die Einheit Firefish Europe s.r.o. zuständig, die laut Anbieter über eine MiCA-Zulassung verfügt.
Quellen
- ESMA – Interim MiCA Register (zugelassene Krypto-Dienstleister, CASPS.csv)
- BaFin – Verbrauchermitteilungen zu unerlaubten Geschäften (2.662 Meldungen seit 08/2018 ausgewertet)
- Polizeiliche Kriminalprävention – Cybertrading-Betrug
- Verordnung (EU) 2023/1114 (MiCA), Art. 75 – Verwahrung von Kryptowerten
- BaFin – Beschwerde über ein Unternehmen einreichen
- Recherche: firefish.io
- Recherche: docs.firefish.io
- Recherche: docs.firefish.io
- Recherche: docs.firefish.io
- Recherche: thecrowdspace.com






