Das Prüfergebnis im Überblick
- Keine MiCA-Zulassung gefundenIm MiCA-Register der ESMA ist kein Eintrag verzeichnet. [Quelle]
- Von einer EU-Aufsicht als unerlaubt gemeldetCommissione Nazionale per le Societa e la Borsa (CONSOB) am 04.03.2025. [Quelle]
- Keine BaFin-WarnungIn 2.662 BaFin-Meldungen seit 2018 kein Treffer zum Namen. [Quelle]
Ist HTX seriös?
Nach Registerlage nein: HTX hat keine Erlaubnis für Deutschland und steht auf einer offiziellen Warnliste.
Seit Ende 2024 brauchen Krypto-Anbieter in der EU eine Zulassung nach MiCA. Wer ohne Zulassung Kunden in Deutschland bedient, handelt unerlaubt – Ihr Geld ist dann nicht durch EU-Regeln zur getrennten Verwahrung geschützt. [Quelle]
Hat HTX eine Lizenz in Deutschland?
Nein, nicht nach unserem Registerabgleich. Wir haben beide maßgeblichen Register abgefragt: ESMA (MiCA) und BaFin.
Die Commissione Nazionale per le Societa e la Borsa (CONSOB) hat am 04.03.2025 öffentlich gewarnt: None [Quelle]
Erfahrungen mit HTX – die Faktenlage
Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu HTX dokumentiert haben: keine BaFin-Warnungen, 1 Warnung(en) von EU-Aufsichten.
In allen 2.662 Verbrauchermitteilungen der BaFin zu unerlaubten Geschäften seit August 2018 gibt es keine Warnung gegen HTX selbst. [Quelle]
Achten Sie bei Erfahrungsberichten auf Auszahlungsdauer, Gebühren beim Verkauf, Erreichbarkeit des Supports und ob Kryptowerte auf eine eigene Wallet übertragbar sind.
Ist HTX Betrug?
Von „Betrug“ sprechen wir nur, wenn eine Behörde oder ein Gericht das feststellt. Fest steht: HTX hat keine Erlaubnis für Deutschland. Wer dort Geld einzahlt, verzichtet auf den Schutz der deutschen Aufsicht.
Wenn Sie Geld an eine unerlaubte Plattform überwiesen haben: Zahlung sofort bei der Bank reklamieren, Anzeige bei der Polizei erstatten, keine weiteren „Gebühren“ für eine angebliche Auszahlung zahlen und sich vor „Recovery“-Firmen hüten, die gegen Vorkasse Geld zurückholen wollen. [Quelle]
Können Sie HTX aktuell noch aus Deutschland und der EU nutzen?
Nein, faktisch nicht mehr. HTX hat keine MiCA-Zulassung beantragt und alle EU-Mitgliedstaaten in Abschnitt 1.2 der Platform User Agreement (Stand 15. August 2026) als "Restricted Jurisdiction" eingestuft, mit Ausschluss von sämtlichen Diensten für vollständig verifizierte Nutzer aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden (Quelle: coinperps.com, cryptoticker.io).
Zusätzlich hat die EU HTX über die Muttergesellschaft Huobi Global S.A. im 21. Sanktionspaket vom 23. Juli 2026 in Anhang XLV der Russland-Sanktionsverordnung aufgenommen. Seit dem 23. August 2026 sind Transaktionen von EU-Akteuren mit der Plattform verboten (Quelle: cryptoticker.io, cryptoslate.com). Auch Binance kündigte an, ab diesem Datum Transfers zu HTX zu unterbinden.
Die Registerprüfung oben zeigt zusätzlich, dass keine BaFin-Erlaubnis vorliegt und die italienische CONSOB bereits 2025 vor unerlaubten Angeboten gewarnt hat.
Welche Aufsichtsbehörden sind 2025/2026 gegen HTX vorgegangen?
Gleich mehrere Behörden sind aktiv geworden. Die britische Finanzaufsicht FCA leitete am 10. Februar 2026 rechtliche Schritte gegen HTX ein, weil die Börse unerlaubt Kryptowerte-Dienstleistungen an britische Kunden beworben haben soll; sie forderte zudem die Sperrung von HTX-Konten in sozialen Medien und die Entfernung der App aus UK App Store und Google Play (Quelle: mishcon.com). Vergleichsgespräche liefen laut Yahoo Finance bis Ende August 2026.
Am 26. Mai 2026 setzte das britische Außenministerium HTX auf die Russland-Sanktionsliste, im Zusammenhang mit dem A7-Zahlungsnetzwerk (Quelle: crystalintelligence.com). Die EU folgte mit dem 21. Sanktionspaket. In den USA läuft gegen Justin Sun persönlich, globaler Berater von HTX, ein SEC-Verfahren wegen nicht registrierter Wertpapierangebote und Marktmanipulation (Quelle: Wikipedia, Yahoo Finance).
Gab es bei HTX schon Hacks oder Sicherheitsvorfälle?
Ja, mehrfach. Im September 2023 verlor HTX (kurz nach dem Rebranding von Huobi) laut Justin Sun rund 5.000 ETH, umgerechnet etwa 7,9 Mio. USD, an einen Hacker (Quelle: decrypt.co). Das Unternehmen gab an, die Gelder Anfang Oktober vollständig zurückerhalten zu haben.
Im November 2023 folgte ein deutlich größerer Vorfall: Aus dem Exchange-Wallet wurden laut HTX rund 30 Mio. USD gestohlen, zusätzlich verlor die verbundene HECO Bridge über 85 Mio. USD in Ether, Tether und weiteren Token (Quelle: SCMP). CNBC bezifferte den Gesamtschaden aus beiden verknüpften Hacks auf etwa 115 Mio. USD. Nach dem Vorfall soll es laut Berichten zu einem Nettoabfluss von rund 258 Mio. USD zwischen der Wiedereröffnung am 25. November und den Folgetagen gekommen sein.
Wie sind Gebühren, Auszahlungen und Kundenservice bei HTX geregelt?
Die Standard-Handelsgebühr bei HTX liegt laut Anbieter bei 0,2 % auf Maker- und Taker-Seite; beim Kauf mit Fiat-Geld fallen auf der Maker-Seite 0,7 % an. Wer HTX- oder TRX-Token hält, erhält laut Anbieter einen Rabatt von bis zu 25 % auf die Handelsgebühr. Einzahlungen per Krypto sind gebührenfrei, Auszahlungsgebühren richten sich dynamisch nach der jeweiligen Netzwerkgebühr. Für USD-Auszahlungen nennt HTX ein Minimum von 1.000 USD und ein Maximum von 1.000.000 USD pro Transaktion.
Kundenservice läuft über ein Help Center, einen Live-Chat sowie eine Kontaktfunktion auf der Website; eine deutschsprachige Hotline oder deutsche Telefonnummer ist nicht belegt. Angesichts der Sanktionslage sollten diese Konditionen ohnehin nicht als Nutzungsgrundlage dienen, da Transaktionen mit HTX für EU-Bürger inzwischen untersagt sind.
Für wen war HTX überhaupt gedacht – und warum ist die Nutzung jetzt riskant?
HTX, vormals Huobi, richtete sich seit der Gründung 2013 an international handelnde Krypto-Nutzer und zählte zeitweise zu den umsatzstärksten Börsen weltweit, mit Angeboten für Spot- und Derivatehandel sowie mehreren Hundert handelbaren Kryptowerten. Nach dem chinesischen Handelsverbot 2017 verlagerte sich das Geschäft ins Ausland; seit 2022 kontrolliert Justin Sun, Gründer von TRON, das Unternehmen mit Sitz auf den Seychellen.
Für Nutzer in Deutschland und der EU ist die Plattform inzwischen aus mehreren Gründen riskant: HTX besitzt keine MiCA-Zulassung, hat den gesamten EU-Raum in seinen Nutzungsbedingungen von sämtlichen Diensten ausgeschlossen, und die EU hat Transaktionen mit der dahinterstehenden Gesellschaft Huobi Global S.A. ab dem 23. August 2026 im Rahmen der Russland-Sanktionen verboten. Hinzu kommen Aufsichtsverfahren in Großbritannien und mehrere Hacks in der Unternehmensgeschichte. Wer Anzeichen problematischen Spielverhaltens bei sich bemerkt, findet Unterstützung unter check-dein-spiel.de oder telefonisch unter 0800 1 37 27 00.
Häufige Fragen zu HTX
Ist HTX seriös?
Nach Registerlage nein: HTX hat keine Erlaubnis für Deutschland und steht auf einer offiziellen Warnliste.
Ist HTX Betrug?
Von „Betrug“ sprechen wir nur, wenn eine Behörde oder ein Gericht das feststellt. Fest steht: HTX hat keine Erlaubnis für Deutschland. Wer dort Geld einzahlt, verzichtet auf den Schutz der deutschen Aufsicht.
Hat HTX eine BaFin-Lizenz?
Nein, einen Eintrag haben wir nicht gefunden.
Wer beaufsichtigt HTX?
Nach unserem Registerabgleich keine EU-Aufsicht mit Zulassung für Deutschland.
Welche Erfahrungen gibt es mit HTX?
Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu HTX dokumentiert haben: keine BaFin-Warnungen, 1 Warnung(en) von EU-Aufsichten.
Wo kann ich mich über HTX beschweren?
Bei beaufsichtigten Finanzunternehmen über das Beschwerdeformular der BaFin, bei unerlaubten Plattformen zusätzlich bei der Polizei.
Können Kunden in Deutschland und der EU HTX noch nutzen?
Nein. HTX hat in seinen Nutzungsbedingungen (Stand 15. August 2026) sämtliche EU-Mitgliedstaaten als "Restricted Jurisdictions" gelistet und schließt EU-Kunden von allen Diensten aus, da keine MiCA-Zulassung vorliegt. Zusätzlich verbietet die EU seit dem 23. August 2026 im Rahmen des 21. Sanktionspakets gegen Russland jegliche Transaktionen mit HTX bzw. der dahinterstehenden Huobi Global S.A.
Warum wurde HTX in die EU-Russland-Sanktionen aufgenommen?
Die EU hat HTX zusammen mit 17 weiteren Krypto-Dienstleistern im 21. Sanktionspaket gelistet, weil diese russischen Nutzern beim Umgehen westlicher Strafmaßnahmen geholfen haben sollen. Seit dem 23. August 2026 dürfen EU-Akteure keine Transaktionen mehr mit der Plattform durchführen; eine Vermögenssperre ist nicht vorgesehen. HTX weist die Vorwürfe zurück und verweist auf eigene Compliance-Prüfungen.
Was hat die britische Aufsicht FCA gegen HTX unternommen?
Die FCA leitete am 10. Februar 2026 rechtliche Schritte gegen HTX ein, weil die Börse unerlaubt Kryptowerte-Dienstleistungen an britische Kunden beworben haben soll. HTX steht zudem auf der FCA-Warnliste; die Behörde forderte Social-Media-Plattformen zur Kontosperrung auf und beantragte die Entfernung der HTX-App aus den britischen App Stores. Vergleichsgespräche liefen laut Berichten bis Ende August 2026.
Gab es schon Hackerangriffe auf HTX?
Ja, mehrfach. Im September 2023 verlor HTX rund 7,9 Mio. USD in ETH, die Gelder wurden laut Justin Sun später zurückerlangt. Im November 2023 kam es zu einem größeren Vorfall: Aus dem Exchange-Wallet wurden rund 30 Mio. USD entwendet, zusammen mit einem Hack der verbundenen HECO Bridge summierte sich der Schaden Presseberichten zufolge auf etwa 115 Mio. USD.
Wer steht hinter HTX und wo hat der Anbieter seinen Sitz?
HTX (früher Huobi) wurde 2013 von Leon Li gegründet und hat seinen Sitz auf den Seychellen. Seit 2022 liegt die Kontrolle bei einem Investmentkonsortium; TRON-Gründer Justin Sun fungiert seit der Umbenennung 2023 als globaler Berater der Plattform, ohne offizielle Eigentümerrolle.
Quellen
- ESMA – Interim MiCA Register (zugelassene Krypto-Dienstleister, CASPS.csv)
- ESMA – Liste nicht zugelassener Krypto-Dienstleister (NCASP.csv)
- BaFin – Verbrauchermitteilungen zu unerlaubten Geschäften (2.662 Meldungen seit 08/2018 ausgewertet)
- Verordnung (EU) 2023/1114 (MiCA), Art. 75 – Verwahrung von Kryptowerten
- Polizeiliche Kriminalprävention – Cybertrading-Betrug
- BaFin – Beschwerde über ein Unternehmen einreichen
- Recherche: coinperps.com
- Recherche: cryptoticker.io
- Recherche: cvj.ch
- Recherche: cryptoslate.com
- Recherche: cryptoticker.io
- Recherche: mishcon.com
- Recherche: finance.yahoo.com
- Recherche: crystalintelligence.com
- Recherche: decrypt.co
- Recherche: htx.com
- Recherche: scmp.com
- Recherche: cnbc.com






