AchtungFalleLizenz-Check · Register · Warnungen

Vorsicht: Die BaFin hat zu Bitcoin Trader am 20.11.2019 eine Meldung veröffentlicht: „Bitcoin Trader kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut“. Eine Zulassung im MiCA-Register der ESMA haben wir nicht gefunden.

Geprüft am 25.09.2026 Register: BaFin So prüfen wir

Das Prüfergebnis im Überblick

  • BaFin-Meldung vom 20.11.2019Bitcoin Trader kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut [Quelle]
  • BaFin-Meldung vom 22.01.2019Bitcoin TradeRobot kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut [Quelle]

Ist Bitcoin Trader seriös?

Nach Registerlage nein: Bitcoin Trader hat keine Erlaubnis für Deutschland und steht auf einer offiziellen Warnliste.

Seit Ende 2024 brauchen Krypto-Anbieter in der EU eine Zulassung nach MiCA. Wer ohne Zulassung Kunden in Deutschland bedient, handelt unerlaubt – Ihr Geld ist dann nicht durch EU-Regeln zur getrennten Verwahrung geschützt. [Quelle]

Hat Bitcoin Trader eine Erlaubnis?

Nein, nicht nach unserem Registerabgleich. Wir haben beide maßgeblichen Register abgefragt: ESMA (MiCA) und BaFin.

Weder im MiCA-Register der ESMA noch in der BaFin-Unternehmensdatenbank haben wir einen Eintrag zu Bitcoin Trader gefunden (Stand 25.09.2026). [Quelle]

Bitcoin Trader Erfahrungen 2026: Was bekannt ist

Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Bitcoin Trader dokumentiert haben: 2 BaFin-Meldung(en).

BaFin, 20.11.2019: Bitcoin Trader kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut. Die BaFin weist darauf hin, dass sie Bitcoin Trader keine Erlaubnis gemäß § 32 des Kreditwesengesetzes ( KWG ) zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen im Inland erteilt hat. Das Unternehmen untersteht nicht der Aufsicht der B… [Quelle]

BaFin, 22.01.2019: Bitcoin TradeRobot kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut. Die BaFin weist darauf hin, dass sie „Bitcoin TradeRobot“ keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz ( KWG ) zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen im Inland erteilt hat. Das Unternehmen untersteht nicht der Aufsicht der B… [Quelle]

Typisch für diese Plattformen: Werbung mit Promi-Fotos, angebliche KI-Trading-Bots, Anrufe von „Brokern“ und Auszahlungen, die nie ankommen. [Quelle]

Ist Bitcoin Trader Betrug?

Die BaFin hat zu Bitcoin Trader offiziell gewarnt bzw. ermittelt. Wir geben den Wortlaut der Behörde wieder: „Bitcoin Trader kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut“ (20.11.2019).

Wenn Sie Geld an eine unerlaubte Plattform überwiesen haben: Zahlung sofort bei der Bank reklamieren, Anzeige bei der Polizei erstatten, keine weiteren „Gebühren“ für eine angebliche Auszahlung zahlen und sich vor „Recovery“-Firmen hüten, die gegen Vorkasse Geld zurückholen wollen. [Quelle]

Welche Behörden warnen vor Bitcoin Trader?

Gleich zwei Finanzaufsichten haben Bitcoin Trader offiziell öffentlich gewarnt. Die BaFin stellte am 20. November 2019 klar, dass sie dem Anbieter keine Erlaubnis nach § 32 KWG für Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen in Deutschland erteilt hat und das Unternehmen nicht ihrer Aufsicht untersteht. Die österreichische FMA warnte bereits am 10. Juli 2019 vor der Domain de.bitcointraderspro.com und stufte die Annahme von Kundengeldern als unerlaubtes Bankgeschäft ein. Auch die britische FCA warnte separat vor "Global Bitcoin Trader" als nicht autorisiertem Anbieter.

Für Italien (CONSOB), Spanien (CNMV) und Frankreich (AMF) liegen zu "Bitcoin Trader" namentlich keine öffentlich dokumentierten Einzelwarnungen vor. Diese Behörden veröffentlichen jedoch regelmäßig eigene Listen unlizenzierter Krypto-Anbieter. Die Häufung an Warnungen aus mehreren EU-Ländern spricht dafür, dass es sich nicht um ein regionales Einzelproblem handelt.

Mit welcher Masche arbeitet Bitcoin Trader?

Bitcoin Trader wirbt laut BaFin mit unrealistischen Versprechen: Der algorithmische Handel solle eine Genauigkeit von 99,4 Prozent erreichen und den Märkten um 0,01 Sekunden voraus sein. Nach einem Bericht von Finance Magnates wurden Nutzern bis zu 1.300 Euro Tagesgewinn bei rund 20 Minuten Aufwand versprochen, einzelne Investoren sollen angeblich innerhalb von 61 Tagen eine Million verdient haben.

Nach der Registrierung und einer ersten Einzahlung ab 250 Euro folgt laut Recherche von boersen-parkett.de eine Kontaktaufnahme durch angebliche "Account Manager", die freundlich und professionell auftreten und gezielt zu weiteren Einzahlungen drängen. Der eigentliche Schaden entsteht danach: Auszahlungen bleiben aus. Das Unternehmen selbst macht laut BaFin weder Angaben zur Rechtsform noch zum Firmensitz, die Domain ist anonym registriert.

Woran erkennen Sie die Fake-Werbung mit Prominenten?

Bitcoin Trader nutzt seit Jahren gefälschte Prominenten-Werbung, um Vertrauen zu erzeugen. Bereits 2019 dokumentierte apex-detektive.de, dass in Werbeanzeigen auf Facebook, Instagram und in Messenger-Diensten prominenten Personen frei erfundene Aussagen über angebliche Bitcoin-Gewinne in den Mund gelegt wurden. Der Unternehmer Richard Branson warnte öffentlich, dass Links zu solchen Anzeigen zu "Scam-Seiten wie Bitcoin Trader" führten.

Die Verbraucherzentrale bestätigt dieses Muster allgemein für Trading-Plattformen: Mithilfe von KI werden Deepfake-Videos erstellt, in denen bekannte Personen wie Markus Lanz, Gregor Gysi oder Günther Jauch scheinbar für ein Trading-System werben – ohne davon zu wissen. Bei einer verwandten Plattform ("Bitcoin Apex") warnte die BaFin zusätzlich vor manipulierten, täuschend echten Tagesschau-Artikeln mit Prominentenbezug. Solche Videos oder Artikel sind grundsätzlich als Fälschung zu behandeln, unabhängig davon, wie authentisch sie wirken.

Was können Betroffene jetzt tun?

Wer bereits Geld an Bitcoin Trader überwiesen hat, sollte Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten – dies empfiehlt die Polizeiliche Kriminalprävention ausdrücklich. Sichern Sie vorher alle Unterlagen: Zahlungsbelege, E-Mail-Verkehr mit „Account Managern", Screenshots der Website und Werbeanzeigen.

Seien Sie zusätzlich wachsam bei Folgekontakten. Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor Anschlussbetrug: Betroffene werden nach ihrem Verlust erneut angerufen oder per Mail kontaktiert, diesmal angeblich von einem Mitarbeiter der Verbraucherzentrale, der beim „Rückholen" des Geldes helfen will. Auch das ist Betrug.

Brechen Sie laufenden Kontakt zu „Account Managern" ab und tätigen Sie keine weiteren Einzahlungen, auch wenn eine Auszahlung nur noch von einer zusätzlichen Gebühr oder Verifizierung abhängen soll. Rechtliche Schritte gegen anonym auftretende Betreiber im Ausland sind oft schwierig; eine Anzeige bleibt trotzdem der richtige erste Schritt.

Eignet sich Bitcoin Trader für den Einstieg ins Krypto-Trading?

Nein. Bitcoin Trader verfügt über keine Zulassung im MiCA-Register und keine Erlaubnis der BaFin nach § 32 KWG. Die BaFin hat bereits 2019 offiziell davor gewarnt, ebenso die österreichische FMA und die britische FCA vor einer verwandten Plattform namens „Global Bitcoin Trader".

Ein seriöser Einstieg ins Krypto-Trading setzt einen Anbieter mit nachprüfbarer Lizenz, transparentem Impressum und nachvollziehbaren Handelsbedingungen voraus. Bitcoin Trader nennt laut BaFin weder Rechtsform noch Firmensitz und wirbt mit unrealistischen Gewinnversprechen wie einer angeblichen Trefferquote von 99,4 Prozent.

Diese Seite ersetzt keine Anlageberatung und spricht keine Kaufempfehlung aus. Wer sich allgemein über Krypto-Handel informieren möchte, sollte ausschließlich Anbieter mit belegbarer Zulassung in Betracht ziehen und Werbeversprechen mit vermeintlich garantierten Gewinnen grundsätzlich kritisch prüfen.

Häufige Fragen zu Bitcoin Trader

Ist Bitcoin Trader seriös?

Nach Registerlage nein: Bitcoin Trader hat keine Erlaubnis für Deutschland und steht auf einer offiziellen Warnliste.

Ist Bitcoin Trader Betrug?

Die BaFin hat zu Bitcoin Trader offiziell gewarnt bzw. ermittelt. Wir geben den Wortlaut der Behörde wieder: „Bitcoin Trader kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut“ (20.11.2019).

Hat Bitcoin Trader eine BaFin-Lizenz?

Nein, einen Eintrag haben wir nicht gefunden.

Wer beaufsichtigt Bitcoin Trader?

Nach unserem Registerabgleich keine EU-Aufsicht mit Zulassung für Deutschland.

Welche Erfahrungen gibt es mit Bitcoin Trader?

Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Bitcoin Trader dokumentiert haben: 2 BaFin-Meldung(en).

Wo kann ich mich über Bitcoin Trader beschweren?

Bei der Polizei (Anzeige) und bei der BaFin. Überweisen Sie kein weiteres Geld.

Warnen auch andere Finanzaufsichtsbehörden außer der BaFin vor Bitcoin Trader?

Ja. Die österreichische FMA warnte am 10.07.2019 vor Bitcoin Trader, da das Unternehmen keine Berechtigung für lizenzpflichtige Bankgeschäfte in Österreich besitzt. Auch die britische FCA warnte vor einem verwandten Angebot namens „Global Bitcoin Trader" wegen fehlender Zulassung. Für CONSOB, CNMV und AMF liegen zu Bitcoin Trader konkret keine öffentlich dokumentierten Einzelwarnungen vor.

Werden bei Bitcoin Trader Prominente für Werbung missbraucht?

Ja, das ist ein dokumentiertes Muster bei dieser Art von Plattformen. Bereits 2019 wurden in sozialen Medien und Messenger-Diensten gefälschte Zitate von Prominenten verbreitet, die angeblich mit Bitcoin Trader Geld verdient hätten. Der Unternehmer Richard Branson warnte öffentlich davor, dass sein Name für Links zu Seiten wie Bitcoin Trader missbraucht wurde.

Was passiert nach der Einzahlung bei Plattformen wie Bitcoin Trader?

Laut Betrugsberichten kontaktieren sogenannte „Account Manager" Nutzer nach der ersten Einzahlung und drängen freundlich auf weitere Einzahlungen. Anschließend bleiben Auszahlungen in der Regel aus. Betroffene sollten in einem solchen Fall Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten.

Wie erkennt man gefälschte Trading-Plattformen wie Bitcoin Trader?

Typische Warnzeichen sind laut BaFin-Warnung unrealistische Gewinnversprechen, anonyme Anbieter ohne Angabe von Rechtsform oder Firmensitz sowie Behauptungen zu extrem hohen Trefferquoten beim automatisierten Handel. Auch fehlende Erlaubnis einer Finanzaufsicht und Kontaktaufnahme über Werbeanrufe oder Social-Media-Anzeigen gelten als Risikohinweise.

Gibt es ähnliche Anbieter wie Bitcoin Trader, vor denen gewarnt wird?

Ja, die BaFin warnte unter anderem separat vor „Bitcoin TradeRobot" (22.01.2019) sowie vor „Bitcoin Apex", das über mehrere Domains und mit manipulierten Tagesschau-Artikeln beworben wurde. Eine Rechtsanwaltskanzlei ordnet auch „Bitcoin Code" derselben Kategorie von Trading-Bots mit BaFin-Warnungen zu.

Quellen

  1. BaFin – Verbrauchermitteilungen zu unerlaubten Geschäften (2.662 Meldungen seit 08/2018 ausgewertet)
  2. Verordnung (EU) 2023/1114 (MiCA), Art. 75 – Verwahrung von Kryptowerten
  3. ESMA – Interim MiCA Register (zugelassene Krypto-Dienstleister, CASPS.csv)
  4. Polizeiliche Kriminalprävention – Cybertrading-Betrug
  5. BaFin – Beschwerde über ein Unternehmen einreichen
  6. BaFin, 20.11.2019: Bitcoin Trader kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut
  7. BaFin, 22.01.2019: Bitcoin TradeRobot kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut