AchtungFalleLizenz-Check · Register · Warnungen

Vorsicht: Die BaFin hat zu Pionex am 07.07.2025 eine Meldung veröffentlicht: „pionex.com: Bafin ermittelt gegen die Betreiber der Plattform“. Eine Zulassung im MiCA-Register der ESMA haben wir nicht gefunden.

Geprüft am 25.09.2026 Register: BaFin So prüfen wir

Das Prüfergebnis im Überblick

  • BaFin-Meldung vom 07.07.2025pionex.com: Bafin ermittelt gegen die Betreiber der Plattform [Quelle]

Wie seriös ist Pionex?

Nach Registerlage nein: Pionex hat keine Erlaubnis für Deutschland und steht auf einer offiziellen Warnliste.

Seit Ende 2024 brauchen Krypto-Anbieter in der EU eine Zulassung nach MiCA. Wer ohne Zulassung Kunden in Deutschland bedient, handelt unerlaubt – Ihr Geld ist dann nicht durch EU-Regeln zur getrennten Verwahrung geschützt. [Quelle]

Hat Pionex eine Erlaubnis?

Nein, nicht nach unserem Registerabgleich. Maßgeblich sind das MiCA-Register der ESMA und die BaFin-Unternehmensdatenbank.

Weder im MiCA-Register der ESMA noch in der BaFin-Unternehmensdatenbank haben wir einen Eintrag zu Pionex gefunden (Stand 25.09.2026). [Quelle]

Pionex Erfahrungen 2026: Was bekannt ist

Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Pionex dokumentiert haben: 1 BaFin-Meldung(en).

BaFin, 07.07.2025: pionex.com: Bafin ermittelt gegen die Betreiber der Plattform. Die Finanzaufsicht Bafin warnt vor Angeboten auf der Website pionex.com. Nach ihren Erkenntnissen bieten die Betreiber der Website Kryptowerte-Dienstleistungen ohne Erlaubnis an. Die Betreiber der Website werden nicht von der Bafin beaufsichtigt.… [Quelle]

Typisch für diese Plattformen: Werbung mit Promi-Fotos, angebliche KI-Trading-Bots, Anrufe von „Brokern“ und Auszahlungen, die nie ankommen. [Quelle]

Betrug bei Pionex?

Die BaFin hat zu Pionex offiziell gewarnt bzw. ermittelt. Wir geben den Wortlaut der Behörde wieder: „pionex.com: Bafin ermittelt gegen die Betreiber der Plattform“ (07.07.2025).

Wenn Sie Geld an eine unerlaubte Plattform überwiesen haben: Zahlung sofort bei der Bank reklamieren, Anzeige bei der Polizei erstatten, keine weiteren „Gebühren“ für eine angebliche Auszahlung zahlen und sich vor „Recovery“-Firmen hüten, die gegen Vorkasse Geld zurückholen wollen. [Quelle]

Warnen auch andere Behörden vor Pionex neben der BaFin?

Ja, mehrere Aufsichtsbehörden außerhalb Deutschlands haben Pionex ebenfalls öffentlich gelistet oder gewarnt. Die französische AMF setzte www.pionex.com am 10.04.2025 auf ihre Blacklist für nicht autorisierte Krypto-Akteure. Die spanische CNMV warnte bereits am 12.02.2024 vor Pionex als nicht registriertem Finanzunternehmen; Pionex reagierte darauf, indem die Plattform keine neuen Nutzer aus Spanien mehr akzeptiert. Auch die philippinische Wertpapieraufsicht PHSEC äußerte sich kritisch zum "PIONEX Trading Club" und sprach von einem möglichen Ponzi-Schema ohne gültige Lizenz. In den USA ging Pionex Inc. 2025 eine Multi-State-Vergleichsvereinbarung wegen unlizenzierter Geldtransmission ein.

Zu FMA (Österreich), FCA (Vereinigtes Königreich) und CONSOB (Italien) liegen keine offiziell dokumentierten, konkreten Warnmeldungen zu Pionex vor.

Was bedeutet die BaFin-Warnung konkret für Nutzer von Pionex?

Die BaFin-Mitteilung ist eine Warnung vor unerlaubten Geschäften, kein eigenes Betrugsurteil. Rechtsgrundlage ist § 10 Abs. 7 des Kryptomärkteaufsichtsgesetzes (KMAG); die BaFin stellt fest, dass die Betreiber von pionex.com Kryptowerte-Dienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis anbieten und nicht von ihr beaufsichtigt werden. Die Erlaubnispflicht trifft den Anbieter, nicht den Kunden – Nutzer machen sich durch die Nutzung selbst nicht strafbar.

BaFin, Bundeskriminalamt und Landeskriminalämter raten dennoch zu äußerster Vorsicht bei Online-Geldanlagen. Laut BaFin-Einschätzung besteht bei Anbietern ohne Erlaubnis ein erhöhtes Risiko für Verlust, Betrug oder Geldwäsche, da Betreiber häufig aus dem Ausland agieren und anonym bleiben. Rückforderungen bereits investierten Geldes gelten in solchen Fällen als sehr schwierig.

Welche Länder sperrt Pionex – und warum fehlt Deutschland auf der Liste?

Laut den Nutzungsbedingungen von Pionex führt die Plattform eine Liste gesperrter Länder, die unter anderem die USA, das Vereinigte Königreich, Kanada, mehrere sanktionierte Staaten sowie Frankreich, Spanien und die Niederlande umfasst – auch Singapur wird dort genannt. Deutschland und Österreich fehlen bislang auf dieser Sperrliste, obwohl die BaFin am 07.07.2025 eine Warnung veröffentlicht hat.

Die Sperrungen für Frankreich und Spanien folgten jeweils auf konkrete Behördenschritte: Die CNMV warnte im Februar 2024 vor Pionex, woraufhin spanische Nutzer ausgeschlossen wurden; die AMF setzte die Plattform im April 2025 auf ihre Blacklist. Warum eine vergleichbare Reaktion auf die BaFin-Warnung bislang nicht erfolgt ist, lässt sich anhand der vorliegenden Quellen nicht klären. Als Vertragspartner wird in den AGB laut Recherche die Marketa Trading Inc. genannt.

Was sollten Betroffene jetzt tun?

Wer bereits Geld auf pionex.com eingezahlt hat, sollte zunächst alle Unterlagen sichern. Das Verbraucherschutzforum Berlin empfiehlt, Screenshots von Konten, Transaktionsdaten und Kommunikation aufzubewahren, bevor der Zugang möglicherweise erschwert wird.

Zahlungen an pionex.com sollten nicht fortgesetzt werden. Verdachtsfälle lassen sich bei der BaFin, bei verbraucherschutz.de oder direkt bei der Kriminalpolizei melden. Eine Anzeige ist über die Online-Wachen der jeweiligen Bundesländer möglich.

Wichtig zur Einordnung: Die BaFin-Mitteilung richtet sich an den Anbieter, nicht an die Nutzer. Die Erlaubnispflicht nach dem Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG) trifft den Betreiber – Kunden machen sich durch die Nutzung der Plattform nicht strafbar.

Da die Betreiber laut BaFin im Ausland agieren und teils anonym bleiben, gilt eine Rückforderung eingezahlter Beträge als schwierig. Eine Rechtsberatung kann im Einzelfall klären, welche Schritte zur Geltendmachung von Ansprüchen infrage kommen.

Für wen ist Pionex laut aktueller Faktenlage keine Option?

Für Verbraucher in Deutschland ist pionex.com laut BaFin keine erlaubte Anlaufstelle für Krypto-Dienstleistungen, da keine Erlaubnis nach dem KMAG vorliegt. Die Behörde rät ausdrücklich zu äußerster Vorsicht.

Auch für Nutzer in Frankreich und Spanien kommt die Plattform nicht infrage: Die AMF hat pionex.com auf ihre Schwarze Liste gesetzt, die CNMV stufte den Anbieter als nicht autorisiert ein. Pionex reagierte darauf, indem Nutzer aus Frankreich und Spanien laut Nutzungsbedingungen ausgeschlossen wurden.

Wer Wert auf eine regulierte, beaufsichtigte Plattform legt, findet bei Pionex laut vorliegenden Fakten keine entsprechende Aufsicht durch BaFin oder eine MiCA-Lizenz – lediglich eine Registrierung als Money Services Business bei der US-Behörde FinCEN.

Betroffene mit Kontrollverlust beim Trading oder finanziellen Sorgen finden Unterstützung unter check-dein-spiel.de oder telefonisch unter 0800 1 37 27 00.

Häufige Fragen zu Pionex

Ist Pionex seriös?

Nach Registerlage nein: Pionex hat keine Erlaubnis für Deutschland und steht auf einer offiziellen Warnliste.

Ist Pionex Betrug?

Die BaFin hat zu Pionex offiziell gewarnt bzw. ermittelt. Wir geben den Wortlaut der Behörde wieder: „pionex.com: Bafin ermittelt gegen die Betreiber der Plattform“ (07.07.2025).

Hat Pionex eine BaFin-Lizenz?

Nein, einen Eintrag haben wir nicht gefunden.

Wer beaufsichtigt Pionex?

Nach unserem Registerabgleich keine EU-Aufsicht mit Zulassung für Deutschland.

Welche Erfahrungen gibt es mit Pionex?

Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Pionex dokumentiert haben: 1 BaFin-Meldung(en).

Wo kann ich mich über Pionex beschweren?

Bei der Polizei (Anzeige) und bei der BaFin. Überweisen Sie kein weiteres Geld.

Warnt außer der BaFin auch eine andere europäische Behörde vor Pionex?

Ja. Die französische AMF hat pionex.com am 10.04.2025 auf ihre Schwarze Liste unautorisierter Krypto-Anbieter gesetzt. Zuvor warnte bereits am 12.02.2024 die spanische CNMV, dass Pionex nicht zur Erbringung von Investmentdienstleistungen in Spanien befugt sei.

Ist Pionex für Nutzer aus Deutschland oder Österreich überhaupt zugelassen?

Laut den Nutzungsbedingungen von Pionex führt der Anbieter eine Liste gesperrter Länder, in der unter anderem Frankreich, Spanien, die USA, das Vereinigte Königreich und Kanada aufgeführt sind. Deutschland und Österreich stehen dort bislang nicht auf der Sperrliste, obwohl die BaFin für Deutschland eine Warnung ausgesprochen hat.

Wer steht rechtlich hinter Pionex?

Laut den AGB von Pionex ist Vertragspartner die Gesellschaft Marketa Trading Inc., nicht die häufig genannte Firma mit Sitz in Singapur. In den USA ist Pionex als Money Services Business (MSB) bei der FinCEN registriert – das ist keine Erlaubnis für Anlage- oder Krypto-Dienstleistungen in der EU.

Macht man sich strafbar, wenn man bei Pionex bereits Geld angelegt hat?

Nein. Die Erlaubnispflicht nach dem Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG) trifft den Anbieter, nicht den Kunden – eine BaFin-Warnung ist kein Betrugsvorwurf gegen Nutzer. Betroffene sollten Unterlagen wie Screenshots und Transaktionsdaten sichern und den Fall bei der BaFin oder der Polizei melden können.

Gab es gegen Pionex auch Warnungen außerhalb Europas?

Ja. Die philippinische Wertpapieraufsicht PHSEC warnte vor einem „PIONEX Trading Club“ wegen möglicher Ponzi-Struktur ohne gültige Lizenz, und in den USA schloss Pionex Inc. 2025 eine Multi-State-Vergleichsvereinbarung wegen unlizenzierter Geldtransmission in einigen Bundesstaaten. Zu Österreich (FMA), Großbritannien (FCA) und Italien (CONSOB) liegen dagegen keine offiziell dokumentierten Warnmeldungen zu Pionex vor.

Quellen

  1. BaFin – Verbrauchermitteilungen zu unerlaubten Geschäften (2.662 Meldungen seit 08/2018 ausgewertet)
  2. Verordnung (EU) 2023/1114 (MiCA), Art. 75 – Verwahrung von Kryptowerten
  3. ESMA – Interim MiCA Register (zugelassene Krypto-Dienstleister, CASPS.csv)
  4. Polizeiliche Kriminalprävention – Cybertrading-Betrug
  5. BaFin – Beschwerde über ein Unternehmen einreichen
  6. BaFin, 07.07.2025: pionex.com: Bafin ermittelt gegen die Betreiber der Plattform
  7. Recherche: bafin.de
  8. Recherche: bafin.de
  9. Recherche: amf-france.org
  10. Recherche: amf-france.org
  11. Recherche: forbes.es
  12. Recherche: api.mysatoshiworld.com
  13. Recherche: brokerbetrug24.de
  14. Recherche: daytrading.com
  15. Recherche: kagels-trading.de
  16. Recherche: bitcoin-2go.de
  17. Recherche: verbraucherschutzforum.berlin