AchtungFalleLizenz-Check · Register · Warnungen

Vorsicht: Die BaFin hat zu Immediate Connect am 26.09.2025 eine Meldung veröffentlicht: „Immediate Connect: BaFin warnt vor weiteren Websites“. Eine Zulassung im MiCA-Register der ESMA haben wir nicht gefunden.

Geprüft am 25.09.2026 Register: BaFin So prüfen wir

Das Prüfergebnis im Überblick

  • BaFin-Meldung vom 26.09.2025Immediate Connect: BaFin warnt vor weiteren Websites [Quelle]
  • BaFin-Meldung vom 02.04.2024Immediate Connect: Bafin warnt vor den Websites immediateconnect. live und immediateconnect.app [Quelle]
  • BaFin-Meldung vom 15.01.2024immediateconnect.ai: Bafin warnt vor Immediate Connect [Quelle]

Ist Immediate Connect seriös?

Nach Registerlage nein: Immediate Connect hat keine Erlaubnis für Deutschland und steht auf einer offiziellen Warnliste.

Seit Ende 2024 brauchen Krypto-Anbieter in der EU eine Zulassung nach MiCA. Wer ohne Zulassung Kunden in Deutschland bedient, handelt unerlaubt – Ihr Geld ist dann nicht durch EU-Regeln zur getrennten Verwahrung geschützt. [Quelle]

Hat Immediate Connect eine Erlaubnis?

Nein, nicht nach unserem Registerabgleich. Maßgeblich sind das MiCA-Register der ESMA und die BaFin-Unternehmensdatenbank.

Weder im MiCA-Register der ESMA noch in der BaFin-Unternehmensdatenbank haben wir einen Eintrag zu Immediate Connect gefunden (Stand 25.09.2026). [Quelle]

Erfahrungen mit Immediate Connect – die Faktenlage

Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Immediate Connect dokumentiert haben: 3 BaFin-Meldung(en).

BaFin, 26.09.2025: Immediate Connect: BaFin warnt vor weiteren Websites. Die Finanzaufsicht warnt vor Angeboten von Immediate Connect. Es besteht der Verdacht, dass die Betreiber ohne Erlaubnis Finanz- und Wertpapierdienstleistungen sowie Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten. Das Angebot von Immediate Connect ist aktuell über folg… [Quelle]

BaFin, 02.04.2024: Immediate Connect: Bafin warnt vor den Websites immediateconnect. live und immediateconnect.app. Die Finanzaufsicht Bafin warnt vor den Angeboten der Online -Handelsplattform Immediate Connect. Es besteht der Verdacht, dass die unbekannten Betreiber auf den beiden Websites immediateconnect. live und immediateconnect.app ohne Erlaubnis Finanz- und Wertpapi… [Quelle]

BaFin, 15.01.2024: immediateconnect.ai: Bafin warnt vor Immediate Connect. Die Finanzaufsicht Bafin warnt vor Angeboten von Immediate Connect. Es besteht der Verdacht, dass die unbekannten Betreiber der Website immediateconnect.ai ohne Erlaubnis Finanz- und Wertpapierdienstleistungen anbieten.… [Quelle]

Typisch für diese Plattformen: Werbung mit Promi-Fotos, angebliche KI-Trading-Bots, Anrufe von „Brokern“ und Auszahlungen, die nie ankommen. [Quelle]

Ist Immediate Connect Betrug?

Die BaFin hat zu Immediate Connect offiziell gewarnt bzw. ermittelt. Wir geben den Wortlaut der Behörde wieder: „Immediate Connect: BaFin warnt vor weiteren Websites“ (26.09.2025).

Wenn Sie Geld an eine unerlaubte Plattform überwiesen haben: Zahlung sofort bei der Bank reklamieren, Anzeige bei der Polizei erstatten, keine weiteren „Gebühren“ für eine angebliche Auszahlung zahlen und sich vor „Recovery“-Firmen hüten, die gegen Vorkasse Geld zurückholen wollen. [Quelle]

Welche Behörden warnen vor Immediate Connect?

Gleich mehrere europäische Aufsichtsbehörden haben vor Immediate Connect gewarnt. Die deutsche BaFin veröffentlichte drei Warnungen: am 15. Januar 2024, 2. April 2024 und 26. September 2025. Grundlage sind § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz sowie § 10 Abs. 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz – die Betreiber bieten demnach ohne Erlaubnis Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen an.

Auch die französische AMF warnte am 23. Juni 2023 und erneut am 17. November 2023, letzteres gemeinsam mit der Pariser Staatsanwaltschaft. Laut AMF beliefen sich die gemeldeten Verluste auf mehrere Hunderttausend Euro. Die britische FCA weist laut Sekundärquellen ebenfalls auf fehlende Zulassung hin. Für Spanien (CNMV) liegt nur ein Sekundärbeleg vor, für Österreich (FMA) und Italien (CONSOB) wurden keine spezifischen Warnungen gefunden.

Mit welcher Masche wirbt Immediate Connect um Kunden?

Laut AMF-Untersuchung nutzt Immediate Connect gefälschte Prominenten-Werbung und imitierte Nachrichtenseiten. Betroffene stießen auf Artikel, die fälschlich großen Tageszeitungen zugeschrieben wurden und angebliche Interviews mit bekannten Fernsehmoderatoren, Unternehmern, Sängern oder Influencern enthielten, die den Dienst befürworten sollen.

Nach dem Ausfüllen eines Online-Formulars wurden Interessenten laut AMF umgehend von einem angeblichen Finanzberater kontaktiert, der zur Registrierung auf der nicht autorisierten Handelsplattform drängte. Auch international dokumentierte Anrufe – etwa aus Großbritannien, Österreich und der Schweiz – gehören laut Anwaltsberichten zum Muster. Geworben wird mit „automatischem Handel“, hoher Erfolgsquote und dem Versprechen, ohne Vorkenntnisse schnell Geld zu verdienen. Ein konkretes Beispiel: eine Fake-Werbung mit einer österreichischen TV-Moderatorin samt erfundenem Zitat.

Woran erkennt man die Fake-Plattform Immediate Connect?

Ein zentrales Warnsignal ist die fehlende Transparenz der Website. Laut Recherchen verschweigen die Seiten grundlegende Angaben wie Firmenname, Sitzland, Registrierungsnummer und Handelslizenz – ein Impressum fehlt. Gleichzeitig wird mit Aussagen wie „Make money quickly and easily“ sowie angeblich fehlenden Handelsgebühren geworben.

Auffällig ist zudem der ständige Domainwechsel: BaFin-Warnungen betrafen bereits immediateconnect.ai, immediateconnect.live, immediateconnect.app sowie weitere, in der Warnung vom 26. September 2025 genannte Adressen. Auch immediateconnect-gb.com wurde dokumentiert. Sobald eine Domain behördlich auffällt, tauchen laut Verbraucherschutzforum offenbar neue "Klon"-Websites mit gleichem Geschäftsmodell auf. Diese Kombination aus anonymem Betreiber, fehlender Zulassung und wechselnden Domains gilt als typisches Merkmal solcher Plattformen – unabhängig von einzelnen Werbeversprechen.

Was können Betroffene von Immediate Connect jetzt tun?

Betroffene sollten jeden weiteren Kontakt zu Immediate Connect abbrechen und keine weiteren Zahlungen leisten. Anwalt.de dokumentiert Fälle, in denen Geschädigte wiederholt aus dem Vereinigten Königreich, Österreich, der Schweiz und anderen Ländern angerufen wurden, ohne dass Unterstützung oder Rückmeldung zu ihrem Geld erfolgte – solche Nummern sollten blockiert werden.

Empfehlenswert ist eine Anzeige bei der örtlichen Polizei sowie eine Meldung an die BaFin, da diese ausdrücklich vor den Websites warnt. Bank- und Kreditkartenunternehmen sollten über mögliche Rückbuchungen informiert werden. Wer über Kontaktformulare oder Callcenter geworben wurde, sollte Kommunikationsverläufe und Zahlungsbelege sichern.

Bei Geldanlagen im Internet raten BaFin, Bundeskriminalamt und Landeskriminalämter allgemein zu Vorsicht und gründlicher Vorabrecherche. Bei belastenden Erfahrungen mit Online-Handelsangeboten kann zusätzlich anwaltlicher Rat sinnvoll sein, unabhängig von den Erfolgsaussichten einer Rückforderung.

Gibt es Vor- und Nachteile bei Immediate Connect abzuwägen?

Bei Immediate Connect lassen sich keine echten Vorteile feststellen – die vorliegenden Fakten zeigen ausschließlich Risiken. Die Plattform verspricht laut Tradersunion reibungslosen Handel, starke Handelswerkzeuge und keine Handelsgebühren, verschweigt dabei aber zentrale rechtliche Angaben wie Firmenname, Sitz, Registrierungsnummer und Handelslizenz.

Dagegen stehen mehrfache BaFin-Warnungen (2024 und 2025), eine AMF-Warnung mit Schadenssummen laut AMF in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro sowie Hinweise der britischen FCA auf fehlende Zulassung. Anwalt.de beschreibt zudem ein fehlendes Impressum und aggressive Werberversprechen wie schnellen, einfachen Gewinn.

Eine Abwägung im klassischen Sinn ist damit nicht sinnvoll möglich. Wer Unterstützung bei riskantem Anlage- oder Spielverhalten sucht, findet Hilfe unter check-dein-spiel.de oder telefonisch unter 0800 1 37 27 00.

AspektBefund
Beworbene VorteileKeine Gebühren, automatischer Handel (laut Anbieterwerbung)
Tatsächliche LageKeine Lizenz, keine Transparenz, mehrere Behördenwarnungen

Häufige Fragen zu Immediate Connect

Ist Immediate Connect seriös?

Nach Registerlage nein: Immediate Connect hat keine Erlaubnis für Deutschland und steht auf einer offiziellen Warnliste.

Ist Immediate Connect Betrug?

Die BaFin hat zu Immediate Connect offiziell gewarnt bzw. ermittelt. Wir geben den Wortlaut der Behörde wieder: „Immediate Connect: BaFin warnt vor weiteren Websites“ (26.09.2025).

Hat Immediate Connect eine BaFin-Lizenz?

Nein, einen Eintrag haben wir nicht gefunden.

Wer beaufsichtigt Immediate Connect?

Nach unserem Registerabgleich keine EU-Aufsicht mit Zulassung für Deutschland.

Welche Erfahrungen gibt es mit Immediate Connect?

Wir veröffentlichen keine gekauften oder ungeprüften Kundenbewertungen. Stattdessen zeigen wir, was offizielle Stellen zu Immediate Connect dokumentiert haben: 3 BaFin-Meldung(en).

Wo kann ich mich über Immediate Connect beschweren?

Bei der Polizei (Anzeige) und bei der BaFin. Überweisen Sie kein weiteres Geld.

Warum warnt die BaFin mehrfach vor Immediate Connect?

Die BaFin hat seit Januar 2024 insgesamt drei Warnungen veröffentlicht (15.01.2024, 02.04.2024, 26.09.2025), weil die Betreiber jeweils neue Domains nutzten, sobald ältere Websites bekannt wurden. Die Warnungen stützen sich auf § 37 Abs. 4 KWG sowie § 10 Abs. 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz wegen des Verdachts unerlaubter Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen.

Welche Domains von Immediate Connect wurden von Behörden genannt?

Die BaFin warnte konkret vor immediateconnect.ai (Januar 2024) sowie immediateconnect.live und immediateconnect.app (April 2024). Laut einer Anwaltsquelle ist zusätzlich die Domain immediateconnect-gb.com dokumentiert; die AMF berichtet zudem von wiederholt neu auftauchenden "Klon-Websites".

Warben Prominente für Immediate Connect?

Nein, laut AMF wurden gefälschte Artikel und Anzeigen mit Namen und Bildern bekannter Persönlichkeiten (Unternehmer, TV-Moderatoren, Komiker, Sänger, Sportler, Influencer) verwendet, ohne deren Zustimmung. Auch in Österreich und Schweden wurden ähnliche Fake-Artikel mit erfundenen Zitaten dokumentiert.

Wie funktioniert die Kontaktaufnahme bei Immediate Connect laut Betroffenenberichten?

Nach dem Ausfüllen eines Online-Formulars werden Interessenten laut AMF von einem angeblichen Finanzberater kontaktiert, der zur Registrierung auf der Handelsplattform drängt. Betroffene berichten zudem von Anrufen aus dem Vereinigten Königreich, Österreich, der Schweiz und weiteren Ländern.

Warnen auch Behörden außerhalb Deutschlands vor Immediate Connect?

Ja, die französische AMF warnte 2023 mehrfach, teils gemeinsam mit der Pariser Staatsanwaltschaft, vor betrügerischen Angeboten in Forex und Krypto-Assets. Die britische FCA weist ebenfalls auf fehlende Autorisierung hin; für Spanien gibt es laut Sekundärquellen Hinweise auf eine CNMV-Blacklist-Eintragung, jedoch keine direkte Primärquelle.

Quellen

  1. BaFin – Verbrauchermitteilungen zu unerlaubten Geschäften (2.662 Meldungen seit 08/2018 ausgewertet)
  2. Verordnung (EU) 2023/1114 (MiCA), Art. 75 – Verwahrung von Kryptowerten
  3. ESMA – Interim MiCA Register (zugelassene Krypto-Dienstleister, CASPS.csv)
  4. Polizeiliche Kriminalprävention – Cybertrading-Betrug
  5. BaFin – Beschwerde über ein Unternehmen einreichen
  6. BaFin, 26.09.2025: Immediate Connect: BaFin warnt vor weiteren Websites
  7. BaFin, 02.04.2024: Immediate Connect: Bafin warnt vor den Websites immediateconnect. live und immediateconnect.app
  8. BaFin, 15.01.2024: immediateconnect.ai: Bafin warnt vor Immediate Connect
  9. Recherche: bafin.de
  10. Recherche: bafin.de
  11. Recherche: bafin.de
  12. Recherche: verbraucherschutzforum.berlin
  13. Recherche: anwalt24.de
  14. Recherche: amf-france.org
  15. Recherche: amf-france.org
  16. Recherche: tradersunion.com
  17. Recherche: anwalt.de
  18. Recherche: anwalt.de